Zug erfüllt die Erwartung

Überdurchschnittlich viele Zuger Schüler erreichten die Grundanforderung in Mathematik und Sprachen. Die Bildungsdirektion ist zufrieden.

Wie gut sind die Leistungen der Schüler in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch? Das hat die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) schweizweit überprüfen lassen. Die Unterschiede sind gross – auch in der Zentralschweiz. Im Fach Mathematik verfügen schweizweit nur 62 Prozent der Schüler Ende der obligatorischen Schulzeit über die definierten Grundkompetenzen. Luzerner Schüler bilden mit 56 Prozent gar das Zentralschweizer Schlusslicht. Ein anderes Bild zeigt sich im Kanton Schwyz. 69 Prozent erreichen beim Rechnen die von der EDK definierten Bildungsziele. Ähnlich gut sind die Zuger Schüler mit 67 Prozent. Die anderen Zentralschweizer Kantone liegen wie Luzern unter dem schweizerischen Durchschnitt.

«Keine Schnellschüsse»
Stephan Schleiss, Zuger Landammann und Bildungsdirektor, ist zufrieden mit den Ergebnissen der Zuger Schüler: «Unsere Erwartung war, dass wir im vorderen Drittel abschneiden wollen. Das haben wir erfüllt.» In beiden Disziplinen – Sprache und Mathematik – liegt das Zuger Resultat über dem Schweizer Durchschnitt. In den getesteten Sprachen Deutsch und Englisch liegen die Zuger mit 89 Prozent nur leicht über dem Schweizer Durchschnitt von 88 Prozent. Stephan Schleiss möchte nun aufgrund des Abschneidens kein neues System einführen. «Im Moment ist das eine Kenntnisnahme und nicht mehr. Es gibt keine Schnellschüsse», stellt er klar. Vielmehr möchte er die pädagogische Führung und die Qualitätsentwicklung in den Zuger Schulzimmern in den Fokus rücken. «Es ist nicht wichtig, wie die Leistungsunterschiede zwischen Ländern, Kantonen und Gemeinden aussehen, sondern die Unterschiede im selben Schulhaus zählen», erklärt der Bildungsdirektor.