Von Fahrtwind und Gegenwind

Casino, Zug

Sehr gerne überbringe ich Ihnen allen die besten Grüsse und Wünsche des gesamten Zuger Regierungsrats. Ich bin von Thomas Ulrich gebeten worden, eine sehr kurze Grussbotschaft zu machen – ich kann mir also kein verbales «Tempo 30» erlauben.

Und damit bin ich auch schon beim Thema. Politik und politische Entscheide entstehen nicht einfach so über Nacht. Wir stehen nicht an einem schönen Morgen auf – und in der ganzen Stadt ist über Nacht flächendeckend Tempo 30 eingeführt worden. Nein! Politik und politische Entscheide werden gemacht – und ganz besonders gilt das für die Verkehrspolitik. Und Gott sei Dank braucht man in der Schweiz kein «Gilet jaune», um sich an diesem Prozess beteiligen zu können.

Ich bin dem TCS sehr dankbar, dass er sich immer wieder aktiv in die politische Entscheidungsfindung einbringt – ganz im Sinn von vernünftigen Lösungen! Und flächendeckend Tempo 30 ist sicher keine vernünftige Lösung.

Und über die Vernunft noch ganz kurz zur Klimadebatte. Ich habe in der Zuger Zeitung gesagt, dass die Klimadebatte im Rahmen der bestehenden politischen Instrumente, Prozesse und Strukturen stattfinden kann und stattfinden muss. Selbstverständlich ist das so. Radikale Lösungen gegenüber bin ich sehr skeptisch. Es braucht eine sachliche Debatte. In der Gegenwart politische Forderungen aufzustellen, die sich in der Zukunft nicht einlösen lassen, ist zwar einfach, aber politisch verwerflich.

Geschätzte Damen und Herren, man muss kein Prophet sein: Die Themen werden dem TCS auch in Zukunft nicht ausgehen. Und ich bin Ihnen allen sehr dankbar, dass Sie sich diesen Themen immer wieder mit viel Schwung annehmen. Wer sich den Fahrtwind gewöhnt ist, hat offensichtlich auch vor ein bisschen Gegenwind keine Angst. Ganz herzlichen Dank Ihnen allen.