Potenzial ist vorhanden

Zum ersten Mal wurde schweizweit überprüft, wie viele Schülerinnen und Schüler die von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren festgelegten Grundkompetenzen erreicht haben. Dies in den Disziplinen Mathematik und Sprachen.

Im Kanton Zug erfüllten überdurchschnittlich viele Schüler die Grundanforderungen. Das von der Bildungsdirektion festgelegte Ziel, im vorderen Drittel mitzuspielen, wurde erreicht. Auf den ersten Blick also eine erfreuliche Nachricht. In der Schulsprache Deutsch und in der ersten Fremdsprache Englisch liegen die Zuger Schüler leicht über dem Schweizer Durchschnitt, der mit 88,1Prozent generell hoch ist. Die Prüfung absolvierten Primarschüler der sechsten Klasse.

Zum Sorgenkind könnte sich hingegen das Rechnen entwickeln. Die Kompetenzen wurden am Ende der obligatorischen Schulzeit, im 9. Schuljahr, erhoben. Zwei Drittel der Zuger Schülerinnen und Schüler erreichen die geforderten Ziele. Mit diesem Wert liegt Zug deutlich höher als der Schweizer Durchschnitt von 62,2 Prozent.

Dass generell ein so tiefes Resultat erreicht worden ist, lässt aufhorchen. Die Zuger sind zwar besser im Rechnen als der Durchschnitt, aber in diesem Fall reicht das nicht. Zudem wurden die Tests 2016 und 2017 durchgeführt, also vor der Einführung des Lehrplans 21. Die nächste Erhebung wird deshalb auch zeigen, was der neue Lehrplan leistet.

Bis dahin heisst es, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Die bereits gute Leistung kann verbessert werden. Zug ist auf gutem Weg. Das Potenzial ist da.