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		<title>Stephan Schleiss - Aktuell</title>
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			<title>Stephan Schleiss - Aktuell</title>
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		<lastBuildDate>Sun, 20 May 2012 14:17:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>38. Nationale Ruderregatta</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/38-nationale-ruderregatta.html</link>
			<description>(Grusswort am Sponsorenapéro vom 20.5.12 in Cham)
Sehr geehrter Herr OK-Präsident Peter...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort&nbsp;am Sponsorenapéro vom 20.5.12 in Cham)
Sehr geehrter Herr OK-Präsident Peter Bisang,<br />sehr geehrter Herr OK-Sekretär Adolf Durrer,<br />sehr geehrte Frau Präsidentin des Ruderclubs Cham,<br />geschätzte Damen und Herren Sportfunktionäre und Behördenvertreter,<br />sehr geehrte Sponsorinnen und Sponsoren
Im Vorfeld dieser Nationalen Ruder-Regatta habe ich mich über den Rudersport kundig gemacht. In der heutigen Zeit gehört natürlich auch das Internet bzw. die Seite von Wikipedia zum Routineprogramm. Manchmal findet man dort ganz lohnenswerte Stilblüten. Ein Beispiel, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte befasst sich mit der Geschichte des Ruderns: &quot;Das Rudern ist bereits seit der Antike bekannt. Vor der Erfindung von Dampf- und Dieselantriebsmaschinen war es die einzige Mög-lichkeit, unabhängig vom Wind auf dem offenen Wasser voranzukommen. Galeeren waren mit bis zu drei Reihen von Rudern übereinander ausgerüstet. Die Teilnahme an Fahrten derartiger Schiffe war nicht immer freiwillig: Häufig ruderten Sklaven.&quot; 
Ich habe am Freitag der Presse entnehmen können, dass sich mit 977 Mannschaften eine Rekordzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern angemeldet hat - wobei ich sicher bin, dass es sich ausschliesslich um freiwillige Teilnahmen handelt!
Es ist ein grosser Erfolg, dass Sie das hervorragende Ergebnis des Vorjahres noch einmal übertrumpfen konnten. Herzliche Gratulation dafür! Man sagt, nichts sei motivierender als Erfolg. Ich hoffe deshalb, dass Sie dieser Erfolg nachhaltig motiviert, im nächsten Jahr wiederum die Organisation dieses wichtigen Sportanlasses mit Elan an die Hand zu nehmen. Sie dürfen darauf zählen, dass Sie den Kanton als Partner wieder mit im Boot haben werden.
Ich darf Ihnen allen an dieser Stelle die besten Grüsse der gesamten Zuger Regierung ausrichten - verbunden mit dem Dank für die grosse, freiwillig geleistete Arbeit, die hinter diesem Anlass steckt. Ich wünsche gutes Gelingen für den Abschluss dieser Regatta und freue mich auf die vielen sportlichen Höhepunkte, die uns heute Nachmittag noch bevorstehen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 20 May 2012 14:17:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>30. Internationale Zuger Orgeltage</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/30-internationale-zuger-orgeltage.html</link>
			<description>(Geleitwort im Programmheft)
Bei der Gründung der Internationalen Zuger Orgeltage vor dreissig...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Geleitwort im Programmheft)
Bei der Gründung der Internationalen Zuger Orgeltage vor dreissig Jahren stand neben der künstlerischen auch eine handfeste kulturpolitische Vision im Vordergrund: Es sollte ein gemeindeübergreifender Kulturanlass geschaffen werden, der die kulturellen Aktivitäten der einzelnen Gemeinden untereinander vernetzt und koordiniert. 
Blickt man auf das aktuelle Programm, wird schnell klar, dass die Orgeltage ihren Grundsätzen treu geblieben ist: Dem Gründer und künstlerischen Leiter Dr. Olivier Eisenmann ist es heuer einmal mehr gelungen, einen grossen Teil der Zuger Gemeinden in das Orgelfestival einzubinden und international renommierte Organistinnen und Organisten für ein Konzert im Kanton Zug zu gewinnen. So kommt es zu spannenden Begegnungen, die nicht nur gemeinde-, sondern auch kulturübergreifend angelegt sind. Und nicht nur das. Das Internationale Zuger Orgelfestival leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass die Orgel als ein wichtiges Kulturgut nicht in Vergessenheit gerät, sondern aktiv bespielt und von einem treuen Publikum auch gehört wird.
Für dieses unermüdliche und kontinuierliche Engagement danke ich Dr. Olivier Eisenmann. Ich wünsche allen Beteiligten sowie dem Publikum viele bereichernde Hörerlebnisse.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 01 May 2012 16:24:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Schulpolitische Herausforderungen in den Kantonen</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/schulpolitische-herausforderungen-in-den-kantonen.html</link>
			<description>(Referat am Sonderparteitag zur Bildung der SVP Schweiz in Ebnat-Kappel) 
Sehr geehrter Herr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Referat am Sonderparteitag zur Bildung der SVP Schweiz in Ebnat-Kappel) 
Sehr geehrter Herr Parteipräsident, sehr geehrter Herr Bundesrat, liebe Delegierte und Gäste
Meine Ausführungen zu den schulpolitischen Herausforderungen in den Kantonen stützen sich auf meine Erfahrungen, die ich in den bisherigen 15 Monaten als Bildungsdirektor des Kantons Zug gemacht habe. Sie haben eine gewisse Subjektivität. Nicht alle Befunde lassen sich auf alle Kantone übertragen. Aber die grossen Linien und die Schlussfolgerungen stimmen gewiss landesweit überein.
Schulpolitik ist wichtig.&nbsp;Zum einen bindet die Bildung grosse Mittel - und zwar auf allen Staatsebenen. Beim Bund werden gut 10 Prozent für die Bildung aufgewendet; das ist für alle gleich. Die Aufteilung zwischen kantonaler und gemeindlicher Ebene ist in jedem Kanton anders. In Zug sind die Verhältnisse so, dass der Kanton rund einen Achtel und die Gemeinden bis zur Hälfte ihres Budgets für die Schulen aufwenden. Wer also für einen freiheitlichen und schlanken Staat einsteht, der muss sich auch um Bildung und Schulen kümmern.
Andererseits ist die Tendenz zu beobachten, dass die demokratische Kontrolle erschwert und die Handlungsfreiheit eingeschränkt wird. Es gibt den starken Trend, dass immer mehr Kompetenzen der Kantone auf die sprachregionale oder die schweizerische Ebene verschoben werden, das heisst zur D-EDK oder zur EDK. Auch wenn dies ab und zu in der Sache gerechtfertigt ist, so bleibt es in jedem Fall eine Einschränkung der kantonalen Handlungsfreiheit und steht letztlich im Widerspruch zum föderalen Staatsaufbau der Schweiz. Zudem stärkt dieser Trend die Macht der Bürokraten und Experten. Und die Expertokratie fällt in der Schule auf fruchtbaren Boden. Allzu schnell reagiert die Schule auf politische Forderungen mit dem Vorwurf, die Schule werde &quot;verpolitisiert&quot;. Vor zwei Wochen hat das Zuger Volk entschieden, dass die Schulkinder wieder ab der zweiten Primarklasse Noten erhalten. In der Debatte vor der Abstimmung gab es Schulleiter, die sich allen Ernstes empörten, dass das Volk in dieser Frage mitredet. Zum Beispiel schrieb einer in einem Leserbrief, dass schliesslich nicht jeder, der einmal zur Schule ging, ein Bildungsfachmann sei. Das halte ich für völlig falsch. Die politische Auseinandersetzung tut der Schule gut. Wenn die Schule der Öffentlichkeit nicht mehr einleuchtend erklären kann, was sie wieso macht, dann stimmt etwas nicht mehr - und wird zurecht hinterfragt. Wer sich für die Volksschule interessiert und ihre Entwicklungen auch hinterfragt, der nützt ihr.
Die demokratische Mitsprache muss erhalten bleiben, weil sie der Schule gut tut. Die kantonale Schulhoheit muss deshalb so weit wie möglich bewahrt werden, und die Schule muss sich der politischen Debatte stellen. Sie darf nicht den selbsternannten Experten vorbehalten bleiben.
Schulpolitik muss den Unterricht verbessern und nicht die Welt. Wer die Welt verbessern will, hat in der Regel ein Problem: Es interessiert zu wenige Menschen. Deshalb drängen eine grosse Zahl von Organisationen an jene Orte, wo die Menschen nicht ausweichen können. Einer davon ist die Schule - wegen der Schulpflicht. Es gibt Umweltverbände, die kostenpflichtige Lehrmittel oder Referenten für Unterrichtsbesuche anbieten. Tierschützer bieten die kostenpflichtige Dienstleistung von speziell qualifizierten &quot;Schulbesuchshunden&quot; an. Die Präventionsexperten des Bundesamts für Gesundheit möchten sich um die übergewichtigen Schüler kümmern und schleichen sich via Gesundheitsförderung Schweiz und die Fachgruppe Schulärzte an. Solche Avancen sind zwar zahlreich, aber einigermassen harmlos. Die Schule ist zum Lernen da: Lesen, Schreiben, Rechnen. Sie darf nicht zum Ort werden, wo jedes gesellschaftliche oder gesundheitliche Problem bewirtschaftet wird, bloss weil die Kinder dort am bequemsten zu erreichen sind.
Wesentlich fundamentaler und gefährlicher als solche Bewusstseinskampagnen sind aber jene Bestrebungen, die das soziale Gefüge über die Schule verändern möchten. Im Nachgang zu den PISA-Erhebungen wurde in internationale Studien herausgefunden, dass die Schulsysteme in Deutschland und in der Schweiz im Vergleich stark separativ ausgerichtet sind. Als separativ gilt unser Schulsystem, weil am Ende der Primarschulzeit die Schüler nach Leistungsniveau getrennt in unterschiedliche Schularten eingeteilt werden: Real, Sek oder Gymi. Als Gegenmodell dazu wird oft Finnland genannt, wo das Schulsystem als integrativ gilt, weil dort die Schüler über die ganzen neun Jahre zusammen bleiben und am Schluss über die Hälfte die Matura macht. Gemäss PISA sind die Finnen top, die Schweizer aber nur mittelmässig. Auf Basis dieser internationalen Schulstruktur-Vergleiche behaupten beispielsweise die vom Bund massgeblich finanzierten Schweizerischen Akademien der Wissenschaften, das schweizerische Schulsystem sei ungerecht. Die Selektion führe nämlich dazu, dass die bestehenden sozialen Verhältnisse reproduziert würden. Es wird behauptet, das schweizerische Schulsystem sei eine &quot;gewaltige, auf die für das 19. Jahrhundert typische Drei-Klassen-Gesellschaft ausgerichtete Sortiermaschine&quot;. (Das steht tatsächlich in einem vom Bund mitfinanzierten Grundlagenbericht!) Die Forderung oder Empfehlung ist somit auch schon gegeben: Integrieren wir alle Schularten in eine einzige, dann sind die Probleme gelöst.
Aber stimmt das tatsächlich? Ist unser System ungerecht? Sind die Finnen schlauer? Ist unser System schlechter? Der internationale Vergleich ist aufschlussreich:
<ul><li>Ausländeranteil Schweiz: 22 %, Ausländeranteil Finnland: 2 %</li><li>Maturaquote Schweiz: etwas über 20 %, Maturaquote Finnland: über 50 %; Hochschul-Zugang Schweiz: bis auf Numerus clausus in der Medizin ohne Prüfung, Hochschul-Zugang Finnland: in der Regel mit streng selektiver Eintrittsprüfung</li><li>Jugendarbeitslosigkeit Schweiz 3,5 % im Januar 2012, Jugendarbeitslosigkeit Finnland: traditionell um die 20 % herum.</li></ul>
Ich bezweifle, dass der Spitzenrang der Finnen mit ihrem integrativen Schulmodell zu tun hat. Bevor ich dieses auf Schweizer Verhältnisse anwenden würde, müsste ich sehen, wie es mit einem Ausländeranteil von 22 statt 2 Prozent funktioniert. Ich frage mich, was eine finnische Matura noch wert ist, die zwar ohne Leistungsselektion zu erhalten ist, aber vor der Hochschul-Zugang ein streng selektiver Eintrittstest zu absolvieren ist? Schlicht nicht nachvollziehbar ist für mich, wenn behauptet wird, das integrative Modell in Finnland sei gerechter, weil es weniger selektiv ist. Erzählen Sie das einem arbeitslosen Jugendlichen in Finnland. Dort ist jeder fünfte arbeitslos, in der Schweiz nicht einmal jeder zwanzigste. Auf die Idee, es sei gerecht, wenn es allen gleich schlecht geht, kommen nur die Sozialisten. Ziel der Schulentwicklung muss der bessere Unterricht sein. Projekte der Schulentwicklung sind konsequent von linksideologischem Ballast zu befreien. 
Schulpolitik darf die Kosten nicht aus den Augen lassen. Dass für die Bildung viel Geld ausgegeben wird, habe ich bereits ganz am Anfang erwähnt. Das ist so auch in Ordnung. Bildung ist eine wichtige Ressource. Und wir Schweizer sind gut beraten unseren eigenen Nachwuchs mindestens so gut auszubilden, wie dies in unseren Nachbarstaaten geschieht. Es bringt uns nichts, die eigene Akademikerquote künstlich tief zu halten, um dann via Personenfreizügigkeit zu Tausenden deutsche Ärzte und Ingenieure ins Land zu holen. Und doch muss auch die Schule aufpassen, dass sie in Sachen Ausgaben den Bogen nicht überspannt. Es gibt viele Faktoren, welche die Kosten beeinflussen. Tendenziell immer tiefere Durchschnittspensen der Lehrerinnen und Lehrer erhöhen die Kosten, ebenso wie zu kleine Klassen. Es sind aber vor allem die strukturellen Anpassungen kritisch zu hinterfragen. Typischerweise werden diese über Reformen und Experimente herbeigeführt. Das klassische Beispiel dazu ist die Eingangsstufe. Im gross angelegten Versuch der EDK-Ost wurde als Fazit aus den Evaluationsstudien gezogen, dass in der altersgemischten Eingangsstufe (ich zitiere) &quot;die Kinder zumindest nicht weniger lernen als in Jahrgangsklassen.&quot; Zusätzlich muss man wissen, dass gemäss der gleichen Studie die altersgemischte Eingangsstufe pro Klasse zwischen 140 und 160 Stellenprozente braucht, also teurer ist als der traditionelle Kindergarten. Eine Schulreform zu machen, damit man mit mehr Geld bestenfalls das gleiche Ergebnis erzielt - das ist nicht klug! Die Anzahl der Reformen muss zurück gehen und die Schulen wieder einmal zur Ruhe kommen. Notwendige Reformen müssen in einem günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.
Ich komme zum Schluss und formuliere ein Fazit:
<ul><li>Die Politik muss sich um die Schule kümmern - und zwar auf möglichst tiefer Staatsebene. Der eigentliche Film läuft in der gemeindlichen Schulpflege.</li><li>Gesellschaftliche Probleme dürfen nicht an die Schule delegiert werden, nur weil es bequem ist.</li><li>Im Zentrum der Schulentwicklung muss der gute Unterricht stehen - und keine Gesellschaftsutopien. Ideologischer Ballast ist abzulegen.</li><li>Auf Reformen mit einem schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis ist zu verzichten. Generell hat unsere Volksschule weniger Reformhektik nötig.</li></ul>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 12:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Entscheide zu PH Zug und Sek I plus im Herbst zu erwarten</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/entscheide-zu-ph-zug-und-sek-i-plus-im-herbst-zu-erwarten.html</link>
			<description>(Grusswort Forum &quot;Gute Schulen&quot; in der Aula der Kantonsschule, Zug) 
Sehr geehrte Damen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort Forum &quot;Gute Schulen&quot; in der Aula der Kantonsschule, Zug) 
Sehr geehrte Damen und Herren Schulpräsidenten, sehr geehrte Damen und Herren Rektoren, sehr geehrte Damen und Herren Behördenvertreter aus Kantonsrat und Bildungsrat und vor allem sehr geehrte Mitglieder der gemeindlichen Schulkommissionen
Ich heisse Sie alle ganz herzlich willkommen zur vierten Tagung des Forums &quot;Gute Schulen&quot;. Als Mitglieder von Milizbehörden investieren Sie einen halben Tag in die öffentliche Sache, in die res publica. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich. Ohne ehrenamtliches Engagement würden unsere Gemeinden und auch unser Kanton nicht so gut funktionieren, wie es glücklicherweise der Fall ist. Über das Thema der heutigen Tagung wird Sie der Leiter des Amts für gemeindliche Schulen, Werner Bachmann, im Anschluss an mein Grusswort orientieren. Ich nutze den Rahmen meiner kurzen Begrüssung, Sie aus erster Hand über zwei Sachen zu informieren, die Sie ganz besonders interessieren dürften: Die Lehrerbildung und das Projekt Sek I plus.
Zuerst ein Wort zur Lehrerbildung. Der Kanton Zug hat eine lange Lehrerbildungs-Tradition. Das hat historisch mit seiner Lage an der Konfessionsgrenze zu tun. Bis 2004 hatten wir noch drei Seminare im Kanton. Diese wurden dann durch die Teilschule Zug der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) abgelöst. Man hat seinerzeit dafür eigens einen interkantonalen Vertrag - ein sogenanntes Konkordat -&nbsp; abgeschlossen. Die Struktur dieses Konkordates war allerdings nicht sehr glücklich, weshalb der Kanton Luzern ausgetreten ist. Die verbleibenden fünf Kantone haben im letzten Sommer die Auflösung des PHZ-Konkordates per 31.7.13 beschlossen. Damit wird die rechtliche Grundlage für die Lehrerbildung am Standort Zug wegfallen. Während der Private alles tun kann, was ihm - salopp gesagt - nicht per Gesetz verboten ist, darf die öffentliche Hand nur machen, was ihr per Gesetz aufgetragen wird. Mit anderen Worten: Der Kanton braucht eine neue gesetzliche Grundlage, um die Lehrerbildung am Standort Zug weiter zu führen. Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, auszubauen oder zu verändern, sondern um etwas Bewährtes weiter zu führen. Die Direktion für Bildung und Kultur hat einen Entwurf für ein solches Gesetz erarbeitet.
Ich muss voraus schicken, dass die Lehrerbildung am Standort Zug nie umstritten war, solange das Konkordat bestanden hat. Niemand hat jeamls die Schliessung der Schule verlangt. Aber jetzt steht sie zur Disposition, und wir müssen von der Politik das ausdrückliche OK abholen - was übrigens völlig korrekt ist und worüber ich mich keine Sekunde beklagt haben möchte! Die Zuger Regierung hat sich seinerzeit sehr früh und unmissverständlich für die Weiterführung der Schule ausgesprochen. Und das obwohl es durchaus eine Alternative gäbe: nämlich die Schule zu schliessen und alle Zuger Lehrerkandidaten auswärts auszubilden - in Goldau, Luzern oder Zürich, also ganz in der Nähe. Diese Alternative käme sogar rund 8 Mio. Franken billiger. 
Was hat nun die Regierung dazu bewogen, die Schule weiter zu führen?
<ul><li>Zum einen unsere Strategie 2010-18: Wir wollen im Standortwettbewerb unsere Spitzenposition verteidigen. Der hohe Bildungsstand der Zuger Bevölkerung ist nachweislich ein wesentlicher Faktor dafür. Die wichtigste Bedingung für guten Unterricht sind gut ausgebildete Lehrer. Deshalb hat eine eigene Lehrerbildung für die Regierung strategische Bedeutung.</li><li>Zum anderen verfolgen wir seit Jahren in Sachen Hochschulen die Strategie, dass wir uns auf die Bereiche Wirtschaft/Finanzen und Lehrerbildung beschränken wollen. Darüber hinaus wäre es gerade in der heutigen Zeit ein falsches Zeichen, eine gut etablierte und funktionierende PH zu schliessen. Es ist absehbar, dass es Lehrermangel geben wird, wenn die grossen Jahrgänge in Pension gehen.</li><li>Schliesslich und vor allem ist eine eigene PH nah an unseren gemeindlichen Schulen und den kantonalen Stellen. Von diesen kurzen Wegen und dem Austausch profitieren alle: Schulen, Kanton und die PH selber.</li></ul>
Ende März wird die Vernehmlassungsfrist ablaufen, die ersten Rückmeldungen sind bei uns eingetroffen. Der Regierungsrat plant, das Gesetz im Mai an den Kantonsrat zu überwiesen und damit den parlamentarische Prozess zu starten. Im Herbst wird es dann im Kantonsrat beraten werden. Sie werden also im nächsten halben Jahr noch einiges über die PH Zug hören.
Gestatten Sie mir noch einige Worte zum Thema Sek I plus. So heisst ein Projekt zur Reform der Oberstufe im Kanton Zug. Ursprünglich wurde ins Auge gefasst, die Oberstufe vollständig zu integrieren. Das heisst, die Schularten Sek und Real, welche heute die &quot;Kooperative Oberstufe&quot; (KORST) bilden, hätten in einer einzigen gemeindlichen Oberstufe zusammengeführt werden sollen. Mitte letzten Jahres hat eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe einen aufwendig recherchierten und umfangreichen Bericht abgeliefert. Der Bericht umfasste eine Analyse des IST-Zustandes und mögliche Lösungsvorschläge. Er verschwieg nicht, dass bei allen Errungenschaften der KORST auch Mängel und Optimierungspotenzial bestehen. Die zwei wesentlichsten sind das Missverhältnis von Strukturaufwand und -ertrag bei den Niveaukursen sowie das neunte Schuljahr, das heisst die Problematik, dass Schüler nachdem sie ihre Lehrverträge bekommen haben, dem Unterricht nicht mehr folgen und auch nicht auf ihren späteren Beruf ausgerichtet gefördert werden können. Der Bildungsrat hat den Bericht an mehreren Sitzungen eingehend beraten. Er hat auch in anderen Kantonen Schulen besucht, um sich ein Bild vor Ort zu machen und die Lösungsvorschläge zu überprüfen. Am 14. Dezember 2011 hat er dann beschlossen, dass er die Schularten nicht vollständig integrieren will. Der Bildungsrat befürchtete, dass damit eine &quot;Nivellierung nach unten&quot; verbunden sein könnte. Man war zudem der Überzeugung, dass guter Unterricht auch in separativen Strukturen möglich ist und heute auch stattfindet.
Der Bildungsrat hat die Direktion für Bildung und Kultur in der Folge beauftragt, bis Mitte dieses Jahres neue Vorschläge zu erarbeiten, wie die festgestellten Schwächen der KORST behoben werden können. Zudem wurde beschlossen, dass die Problematik des neunten Schuljahres mit Priorität angegangen wird. Auch hier wird der Bildungsrat Mitte Jahr über die Vorschläge der Experten beraten. Der Bildungsrat wird Sie in Sachen Reform der Oberstufe also nach den Sommerferien wieder über Zwischenentscheide informieren können.
Ich wünsche uns nun ein lehrreiches Forum und freue mich auf den persönlichen Austausch in der Kaffeepause!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 10:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kommt alles Gute von oben?</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/kommt-alles-gute-von-oben.html</link>
			<description>(Grusswort am Sportforum in der Aula der Kantonsschule, Zug) 
Sehr geehrte Damen und Herren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort am Sportforum in der Aula der Kantonsschule, Zug) 
Sehr geehrte Damen und Herren Behördenvertreter,&nbsp;liebe Mitglieder der kantonalen Sportkommission,&nbsp;&nbsp;sehr geehrte Herren Referenten, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Zuger Sportvereine,&nbsp;liebe Sportlerinnen und Sportler
Ich heisse Sie alle auch von meiner Seite her ganz herzlich willkommen zum diesjährigen Sportforum. Ich freue mich, dass Sie der Einladung so zahlreich Folge leisten konnten. Sie geben mit Ihrer Anwesenheit ein kraftvolles Bekenntnis zum Sport im Kanton Zug ab.
Ich habe im Vorwort der Sport News über das neue Bundesgesetz in Sachen Sportförderung orientiert und dessen Auswirkungen für den Sport im Kanton Zug aufgezeigt. Es bereitet mir Sorgen, dass der Bund immer mehr seine Zurückhaltung ablegt, wenn es darum geht, in die Kompetenzen der Kantone einzugreifen. Erst kürzlich wieder hat er in die Schulhoheit der Kantone eingegriffen, indem die Anzahl Turnstunden weiterhin auf Bundesebene geregelt bleiben soll. Das ist vom Staatsaufbau her völlig falsch. Bei keinem anderen Schulfach gibt es einen solch sinnwidrigen Bundeseingriff - im Moment noch. Leider steht uns der nächste Eingriff bereits bevor - mit der Volksinitiative &quot;Jugend + Musik&quot;. Auch hier ist zu befürchten, dass das Bundesparlament irgend einen Kompromiss ausarbeitet, anstatt zu sagen: &quot;Es gibt gar nichts zu regeln, das ist Sache der Kantone!&quot; Es ist wohl der Fluch der sympathischen Sache. Sport oder Jugendmusik sind sympathische Anliegen. Es existieren von keiner Seite her Bestrebungen, diesen Anliegen bestehende Unterstützung streitig zu machen. Aber weil es sympathische Anliegen sind, wird sich in Bern kein Politiker aus staatspolitisch guten Gründen gegen eine Kompetenzverschiebung von den Kantonen zum Bund aussprechen. Für den Politiker gäbe es mit dieser korrekten Haltung nämlich nichts zu gewinnen; im Gegenteil, man riskierte höchstens, falsch verstanden und am Schluss gar als Feind der Sportförderung oder der Jugendmusik gebrandmarkt zu werden. Leider wirken sich solche Kompetenzverschiebungen am Ende trotzdem gegen die Sache aus - da bin ich mir sicher.
Auch am vergangenen Wochenende ist über eine eidgenössische Vorlage abgestimmt worden, die einiges mit dem Sport zu tun hat. Der &quot;Bundesbeschluss über die Regelung von Geldspielen&quot; ist der Gegenvorschlag des Bundesparlaments zur Volksinitiative &quot;Für Geldspiele im Dienste des Gemeinwohls&quot;, die dann prompt zurückgezogen wurde. Die Vorlage ist sehr deutlich, mit 87 Prozent Zustimmung und in allen Ständen angenommen worden. Das ist auf den ersten Blick natürlich schön; das Schweizer Volk hat mit der deutlichen Zustimmung seine Sympathie für den Sport zum Ausdruck gebracht. Aber dieser Beschluss hat auch seine Schattenseite. Er ändert nichts zugunsten des Sports. Es ist bereits heute so: alle Kantone haben sich in einem gemeinsamen Vertrag - einem Konkordat - verpflichtet, die Erträge aus Sport-Toto und Lotto für sportliche, kulturelle und gemeinnützige Zwecke zu verwenden. Neu redet jetzt einfach der Bund mit. Ich wäre sehr überrascht, wenn er sich langfristig nicht auch noch in die Verteilung der Gelder einmischen würde. Gemäss Abs. 7 der neuen Verfassungsbestimmung müssen sich die Kantone und der Bund koordinieren. Die Hälfte der Stimmen gehören dem Bund, die andere Hälfte den Kantonen. Hoffen wir einfach, dass der Bund nicht Appetit darauf bekommt, Beiträge an Sportvereine mit Auflagen zu verknüpfen - beispielsweise solchen aus dem Bereich der Gesundheitsprävention. Es darf nicht sein, dass der Sport zusätzlichen Ansprüchen gerecht werden muss - zumal diese oft gar zeitgeistig sind. Die Unterstützung eines Fussballvereins darf auch in Zukunft nicht davon abhängen, ob sich dieser bei irgendeiner Kampagne gegen das Übergewicht, für den Weltfrieden oder gegen die Umweltverschmutzung beteiligt. Der Fussballer spielt Fussball aus Freude und nicht aus dem Drang heraus, die Welt zu verbessern. Würde er die Welt verbessern wollen, dann ginge er wohl gescheiter nach Bern und würde sich dafür einsetzen, dass die Kompetenzen der Kantone beschnitten werden - und zwar völlig unnötigerweise dort, wo heute schon alles zum Besten bestellt ist.
Bei aller Kritik an der Verknüpfung von Sport und gesellschaftlichen Problemen, gibt es auch Bereiche, wo die Sportförderung mit zusätzlichen Auflagen verbunden werden muss. Dort nämlich, wo es sich um Sport-spezifische Probleme handelt. Ich denke da an die Doping-Problematik oder an die Gewalt bei Sport-Grossveranstaltungen. Das neue Bundesgesetz bringt im Bereich des Dopingmissbrauchs gute Instrumente. Man reduziert den Datenschutz und verschärft die Strafnormen. Beides übrigens Themen, die in die Zuständigkeit des Bundes fallen und die Kantone gar nicht mehr selber regeln dürfen. Sie sehen, auch wenn ich vorher gegenüber dem Bund sehr kritisch war, alles machen sie dort auch nicht falsch.
Aber mein Fazit bleibt: Auf lange Sicht schadet die Hyperaktivität des Bundesparlaments dem Sport, weil immer Gefahr besteht, dass der Sport als sympathischer Träger von anderen Anliegen missbraucht wird. &quot;Alles Gute kommt von oben&quot;, das trifft bei der Sportförderung überhaupt nicht zu. Das Gegenteil ist wahr: &quot;Alles Gute kommt von unten.&quot; Ohne die Vereine würde im Sport gar nichts gehen. Deshalb stehen die Vereine auch im Zentrum der Zuger Sportförderung; und dort werden sie auch bleiben.
Ich darf Ihnen zum Schluss noch die besten Grüsse des gesamten Zuger Regierungsrates überbringen. Die Regierung freut sich, dass es im Kanton Zug ein so grosses und vielfältiges Sportangebot gibt. Und wir sind uns bewusst, dass hinter diesem Angebot die zahlreichen Vereine stehen und hinter den Vereinen wiederum sehr viel ehrenamtliches Engagement. Dafür danken wir Ihnen herzlich.
Ich wünsche uns allen jetzt ein spannendes Sportforum und freue mich auf den persönlichen Kontakt beim Apéro.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 20:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zug benotet Kinder ab der 2. Klasse</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/zug-benotet-kinder-ab-der-2-klasse.html</link>
			<description>(Interview Regionaljournal Radio DRS) 
Im Kanton Zug werden Schulkinder wieder ab der 2. Klasse...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Interview Regionaljournal Radio DRS) 
<b>Im Kanton Zug werden Schulkinder wieder ab der 2. Klasse benotet. Die Stimmberechtigten haben die entsprechende Gesetzesinitiative mit 51,75 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen. Nein sagten die Stimmberechtigten dagegen zu Noten ab der 1. Klasse.</b>
Die Stimmbeteiligung betrug 47,3 Prozent. Die Initiative &quot;Wiedereinführung von Noten ab der 2. Klasse&quot; verlangt, dass Noten wieder eine wichtigere Rolle spielen und ab der 2. Klasse erteilt werden müssen. 16'909 Stimmberechtigte sagten Ja zur Vorlage, 15'765 lehnten sie ab. Der Regierungsrat muss nun ein Ausführungsgesetz erarbeiten.
Die Gesetzesinitiative war von einem überparteilichen Komitee mit Mitgliedern aus CVP und FDP unterstützt worden. Nach Ansicht der Befürworter können schulische Leitungen mit Noten differenzierter gemessen werden. Deutlich abgelehnt wurde die weitergehende Verfassungsinitiative &quot;für das Notenobligatorium und gegen Schulexperimente ohne Noten&quot;. 12'131 Stimmberechtigte unterstützten das Begehren der SVP, 19'891 lehnten es ab.
Mit der Verfassungsinitiative hätten die Schülerinnen und Schüler ab sofort ab der 1. Klasse benotet werden müssen. Ausserdem sollten Schulexperimente ohne Noten zehn Jahre lang gesetzlich verboten werden. Der Kantonsrat und der Regierungsrat hatten beide Initiativen zur Ablehnung empfohlen. Im Kanton Zug gibt es seit den 1990er Jahren erst ab der 4. Klasse Noten. In den ersten drei Jahren werden Leistungen der Schülerinnen und Schüler mit Elterngesprächen und Wortkommentaren beurteilt.
<link http://www.drs.ch/lib/player/radio.php?audiourl=rtmp%3A%2F%2Fcp23910.edgefcs.net%2Fondemand%2Fmpc%2FRegionaljournale%2FZentralschweiz%2F2012%2F03%2F120311_stefan_schleiss.mp3&design=drs1&type=popup&type=popup&skin=srdrs _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Link zum Interview</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 16:29:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Veteranen üben Vorbildfunktion aus</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/veteranen-ueben-vorbildfunktion-aus.html</link>
			<description>(Grusswort an der Landsgemeinde des Eidgenössischen Turnerveteranen-Verbandes Gruppe Zentralschweiz...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Landsgemeinde des Eidgenössischen Turnerveteranen-Verbandes Gruppe Zentralschweiz in der Aula Sternmatt II in&nbsp;Baar)
Sehr geehrter Herr Obmann, sehr geehrter Herr OK-Präsident, sehr geehrter Herr Gemeinderat, sehr geehrte Turn-Veteranen, meine sehr geehrten Damen und Herren
Ich bedanke mich sehr herzlich für die Einladung zur heutigen Landsgemeinde und auch für die damit verbundene Möglichkeit, Ihnen die besten Grüsse des gesamten Zuger Re-gierungsrates überbringen zu dürfen.
Als Bildungsdirektor bin ich nicht nur für die Schulen und die Kultur im Kanton zuständig, sondern auch für den Sport. In dieser Funktion erlebe ich tagtäglich, wie entscheidend wichtig im Sport die Vereine sind und die ehrenamtliche Tätigkeit, die in den Vereinen ge-leistet wird.
Ab und zu wird der Sport auf die Aspekte &quot;Wettkampf&quot; und &quot;Gesundheitsförderung&quot; redu-ziert. Dabei geht aber vergessen, dass der Aspekt &quot;Verein&quot; mindestens ebenso wichtig ist. Die Vereinsstrukturen müssen gepflegt werden. Da kann der Kanton zwar mithelfen, in-dem er zum Beispiel alle Zuger Sportvereine mit Beiträgen aus dem Lotteriefonds unter-stützt. Im letzten Jahr hat die Bildungsdirektion über 800'000 Franken mit fixen Beiträgen pro gemeldetes Mitglied an die Vereine ausgeschüttet.
Aber ich bin überzeugt, dass sich mit Geld kein Engagement kaufen lässt. Wenn die Ver-eine also ihren Fortbestand sichern wollen, müssen sie aktiv sein, Mitglieder werben und vor allem auch geleistete Arbeit honorieren. Genauso wie sie es heute machen! Veteran zu werden ist keine Alterserscheinung. Bevor Sie Veteran werden konnten, mussten Sie alle eine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit in Turnvereinen oder Turnverbänden nachweisen können. Ich gratuliere Ihnen, dass Sie mit Ihren Landsgemeinden Ihr Enga-gement öffentlich wertschätzen und so auch zeigen, dass Sie stolz darauf sind.
Sie leisten damit Ihren Vereinen einen wichtigen Dienst, indem Sie nämlich Vorbildfunktion übernehmen. Sie können mit Ihrem Vorbild viel dazu beitragen, dass die Aktiven auch be-reit sind, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, mehr zu leisten und sich für den Turnsport zu engagieren. Sie beweisen mit Ihrer Anwesenheit, dass gemeinsame Heraus-forderungen zusammen schweissen. Aus solchen Erlebnissen entsteht das Bedürfnis den Zusammenhalt, die Kameradschaft und die Freundschaft auch über die aktive Turnerzeit hinaus zu pflegen. Sie signalisieren damit den Jungen: &quot;Macht auch mit, es lohnt sich!&quot; Und für dieses Signal bin ich Ihnen sehr dankbar - ich wüsste nicht, wie ich den Auftrag, Sportförderung im Kanton zu betreiben, ohne funktionierende Vereine erfüllen könnte.
Mein Sportamt umfasst weniger als fünf Stellen. Und der Auftrag lautet, dafür zu sorgen, dass sich alle 115'000 Zuger, die sich irgendwie bewegen wollen, dies auch tun können. Und dass diejenigen, die sich &quot;noch nicht&quot; bewegen wollen mit attraktiven Angeboten &quot;gluschtig&quot; gemacht werden auf Sport. Es ist klar, dass das nicht ohne Vereine und Ver-bände geht. Ich habe deshalb, als ich den Rechenschaftsbericht des Sportamtes vorstell-te, einmal den Vergleich mit einem Eisberg gemacht. Sie wissen: von einem Eisberg schaut nur ein Siebtel aus dem Wasser, der Rest ist zwar da, aber er ist nicht sichtbar. So ist es mit der Sportförderung: Das Amt kann über den kleinen Teil, den es selber fördert, Rechenschaft ablegen. Aber der grosse Teil wird eigentlich in den Vereinen geleistet.
Im übertragenen Sinn ragen Sie mit Ihrer heutigen Landsgemeinde auch aus dem Wasser. Sie machen die lebenslange Begeisterung für das Turnen und die Turnvereine sichtbar - immer im Wissen darum, dass unterhalb der Wasserlinie noch viel mehr vorhanden ist.
Ich wünsche Ihnen eine gefreute Landsgemeinde in guter Kameradschaft!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Mar 2012 17:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Noten-Debatte im Kanton Zug</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/noten-debatte-im-kanton-zug.html</link>
			<description>(Beitrag im Regionaljournal des Radio DRS)
Am 11. März stimmen die Zugerinnen und Zuger gerade...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Beitrag im Regionaljournal des Radio DRS)
<b>Am 11. März stimmen die Zugerinnen und Zuger gerade über 2 Noten-Initiativen ab. Die SVP verlangt neu Noten ab der 1. Primarklasse. Ein überparteiliches Komitee aus Kreisen der CVP und FDP wollen neu Noten ab der 2. Primarklasse.</b>
Die Zuger Regierung ihrerseits will alles beim Alten lassen. Aktuell erhalten die Zuger Primarschüler Noten ab der 4. Primarklasse. Vorher gibt es Beurteilungsgespräche, sowie Smileys und Sterne. Dieses System sei für Eltern und Schüler &quot;bewährt&quot;, sagt SVP-Bildungsdirektor Stephan Schleiss.
Für den SVP-Kantonsrat Beni Riedi hingegen ist klar, dass es heute wieder vermehrt &quot;Fleiss und Disziplin&quot; schon ab den unteren Primarstufen braucht. Kinder würden sich auch in der Schule gerne messen, genauso wie &quot;im Sport&quot;.
Anders sieht dies CVP-Kantonsrätin Anna Bieri, welche selber unterrichtet. In den unteren Stufen seien Noten &quot;völlig unnötig&quot;. Diese brauche es erst, wenn es um Übertritte geht.
<link http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/zentralschweiz/326074.noten-debatte-im-kanton-zug.html _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">Link zum Anhören des Streams</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 18:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Good Luck</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/good-luck.html</link>
			<description>(Grusswort an der Vernissage der 6. Etappe von Kunst am Bau im Zuger Kantonsspital in Baar)
Meine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Vernissage der 6. Etappe von Kunst am Bau im Zuger Kantonsspital in Baar)
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich heisse Sie alle herzlich willkommen im Foyer des Zuger Kantonsspitals. Einen besonderen Willkommensgruss entbiete ich dem Hausherr, Spitaldirektor Dr. Matthias Winistörfer, dem Ver-treter des Kantons Zug im Verwaltungsrat der Zuger Kantonsspital AG, Herrn Dr. Christof Gügler, dem Stiftungsratspräsidenten des Pflegezentrums Baar, alt Gemeindepräsident Jürg Dübendorfer, der Kuratorin Frau Susann Wintsch und dem Künstler der 6. Etappe, Herrn Rena-tus Zürcher.
Im Namen der Zuger Regierung begrüsse Sie herzlich zur heutigen Vernissage.
Vielleicht erinnern Sie sich: Vor noch nicht allzu langer Zeit brauchte Fotografieren Geduld. Mit Geduld meine ich hier nicht die Wahl des richtigen Sujets oder der optimalen Beleuchtung, son-dern das, was nach dem Drücken des Auslösers kam: Das Zurückspulen des Films, das Entwi-ckeln der Negative und schliesslich das Vergrössern der Bilder. Heute geht - wie Sie wissen - alles viel schneller. Das ist zweifellos angenehm und praktisch, bringt aber auch einen Verlust an Spannung und Überraschung mit sich. Denn vor dem Einsatz von Digitalkameras zeigte sich erst viel später, ob man tatsächlich den richtigen Moment erwischt hat.
Der Zuger Künstler Renatus Zürcher hat sich diese Unkontrollierbarkeit des Bildes zum künstle-rischen Prinzip seiner aktuellen Arbeit gemacht. Mit einfachen Knipskameras und dem Wunsch &quot;Viel Glück&quot; - oder eben &quot;Good Luck&quot; - hat er 24 Schülerinnen und Schüler der International School losgeschickt und sie aufgefordert, ihre Streifzüge durch Zug mit dem Selbstauslöser festzuhalten. Und was Sie hier sehen, sehr geehrte Damen und Herren, ist die Ausbeute dieses Versuchs. Es sind, wie ich meine, sehr lebendige und unmittelbare Momentaufnahmen entstan-den.
&quot;Good Luck&quot; bildet den Abschluss von insgesamt sechs Etappen der künstlerischen Bespielung des Zuger Kantonsspitals. Den Auftakt machte 2009 Dorothea Rust mit ihrer Arbeit &quot;Alles wird gut&quot;. Es folgte das Künstlerduo köppl/zacek mit &quot;bio 2010&quot;, Hina Strüver mit &quot;cura&quot;, die Arbeit &quot;rodeo drive&quot; von RELAX und zuletzt &quot;ce qui me regarde&quot; von Katja Schenker. Damit sind sehr vielfältige und unterschiedliche künstlerische Interventionen möglich geworden, die einen immer wieder überraschenden Blick in und auf unsere Umwelt ermöglicht haben.
Ab Herbst 2012 wird die Kuratorin Susann Wintsch die Arbeiten aus der insgesamt dreijährigen künstlerischen Bespielung zu einer abschliessenden &quot;Gesamtschau&quot; gruppieren. Das entspre-chende Konzept befindet sich noch in Arbeit und sieht vor, zusammen mit dem Spital eine an-gemessene und nachhaltige, langfristige Lösung zu entwickeln.
Bevor ich nun das Wort weitergebe an den Direktor des Zuger Kantonsspitals, Dr. Matthias Wi-nistörfer, möchte ich noch meinen Dank anbringen: Ich danke der Kuratorin Susann Wintsch für ihre umsichtige Begleitung der Kunstschaffenden und die sorgfältige Organisation, ich danke Renatus Zürcher für die überraschenden Zuger Impressionen, dem Amt für Kultur unter der in-terimistischen Leitung von Dominik Müller und Tanja Vogel für ihr Engagement und ich danke Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, für Ihr Interesse.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 11:54:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Noten ab zweiter Klasse</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/noten-ab-zweiter-klasse.html</link>
			<description>Ausschnitt Nachrichten Tele 1 
&gt;&gt; Herunterladen (MP4, 4061 KB)</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ausschnitt Nachrichten Tele 1 
&gt;&gt; <link fileadmin/stephan-schleiss.ch/stephan-schleiss.ch/Videos/20120227_Noten_ab_zweiter_Klasse_kurz.mp4 _blank download "Initiates file download">Herunterladen</link> (MP4, 4061 KB)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 22:03:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Sonderschulen</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/sonderschulen.html</link>
			<description>(Editorial Schulinfo 2011-12/3)
Seit 2005 gilt im Kanton Zug die Zielsetzung, dass die Kinder...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Editorial Schulinfo 2011-12/3)
Seit 2005 gilt im Kanton Zug die Zielsetzung, dass die Kinder soweit möglich in der Regelschule gefördert werden sollen. Mit dieser Zielsetzung verknüpfte der Regierungsrat die Erwartung, dass sich der Anteil der Kinder in Sonderschulen in Berücksichtigung des schweizerischen Mittels reduziert. Sind oder werden die Sonderschulen damit überflüssig? Gibt es ein Nebeneinander von Integration und Sonderschulen? Oder sind qualitativ gute und tragfähige Sonderschulangebote allenfalls gar die Voraussetzung für eine möglichst integrative Bildung?
Der Kanton Zug hat - bezogen auf seine Grösse mit lediglich elf Gemeinden - ein grosses Angebot im Bereich der Sonderschulung. In sieben Sonderschulen - sechs davon mit privater Trägerschaft - finden Kinder und Jugendliche mit Anspruch auf verstärkte Massnahmen Tagesschul- und teilweise auch Internatsplätze. In einigen Behinderungsbereichen begleiten die Sonderschulen aber auch Kinder und Jugendliche, welche in Regelschulen unterrichtet werden.
<br />Insgesamt fördern, begleiten, betreuen die Sonderschulen im Kanton Zug rund 500 Kinder und Jugendliche, wobei über 200 von ihnen aus anderen Kantonen stammen.
Mit dem Rückzug der Invalidenversicherung im Jahr 2008 aus der Steuerung und der Finanzierung der Sonderschulung wurden die Kantone für diesen Bereich zuständig. Sonderschulung ist seither nicht mehr eine Versicherungsleistung, sondern ein Teil der ganzen Bildung. Einige Kantone führen selber Sonderschulen. Der Kanton Zug hat sich demgegenüber entschieden, diese Leistung weiterhin durch die meist privaten Sonderschulen erbringen zu lassen. In Leistungsvereinbarungen zwischen dem Kanton und den Anbietern ist festgelegt, wie viele Plätze die Sonderschulen in welchen Behinderungsbereichen zur Verfügung stellen. Mit den Leistungsvereinbarungen sichert sich der Kanton die benötigten Plätze, die Sonderschulen erhalten eine gewisse Sicherheit betreffend Auslastung.
Der Kanton Zug verfügt über Verfahren und Instrumente, welche eine möglichst hohe Durchlässigkeit zwischen den gemeindlichen Schulen und den Sonderschulen sicherstellen. Es ist auch künftig wichtig, dass Kinder mit Behinderung, mit besonders hohem Förder- und Betreuungsbedarf in spezialisierten Sonderschulen betreut werden können. So stelle ich mit Überzeugung fest, dass eine integrative Bildung nur dann erfolgreich sein kann, wenn als verlässliche Partner qualitativ gute und tragfähige Sonderschulangebote zur Verfügung stehen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 24 Feb 2012 16:33:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von der Lehrerbildung</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/von-der-lehrerbildung.html</link>
			<description>(Grusswort an der Übergabefeier der Fachmaturitätszeugnisse im Profil Pädagogik an der FMS in...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Übergabefeier der Fachmaturitätszeugnisse im Profil Pädagogik an der FMS in Zug)
Liebe Fachmaturandinnen und Fachmaturanden,<br />sehr geehrte Frau Rektorin,<br />meine sehr verehrten Damen und Herren
Ich bedanke mich sehr herzlich für die Einladung zur heutigen Übergabefeier und auch für die damit verbundene Möglichkeit, Ihnen die besten Grüsse des gesamten Zuger Regierungsrates überbringen zu dürfen.
Gleich vorweg gratuliere ich all jenen, die heute ein Maturitätszeugnis in Empfang nehmen dürfen. Dafür haben Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen, vier Jahre gearbeitet. Die Ausbildung war gewiss anspruchsvoll, und Sie dürfen stolz sein - auf sich und auf das, was Sie erreicht haben. Ich hoffe, dass Ihnen der heutige Tag noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Ich kann mir kaum einen Anlass vorstellen, an welchem ein Bildungsdirektor mehr ins Schwärmen geraten könnte, als an einer Übergabefeier der Fachmaturitätszeugnisse im Profil Pädagogik. Ich könnte referieren über eine erfolgreich abgeschlossene E-tappe in ihrer Berufsbildung, oder über ihre Begeisterung für das Lernen und für das Lehren, oder über die Lehrerbildung ganz allgemein. Ihr Abschluss berechtigt Sie zum prüfungsfreien Zugang an eine Pädagogische Hochschule. Ich spreche deshalb über die Lehrerbildung.
Sie sind drauf und dran, sich zur Lehrerin oder zum Lehrer ausbilden zu lassen. Das ist eine kluge Wahl, das sei hier schon einmal festgehalten. Sie können fragen, wen sie wollen: Jeder wird Ihnen bestätigen, dass Bildung sehr wichtig ist für die Zukunft unseres Landes. Es wird auch niemand bestreiten, dass die Qualität des Unterrichts zur Hauptsache von der Lehrerin bzw. vom Lehrer abhängt. Und es gilt als selbstver-ständlich, dass ein guter Lehrer vor allem ein gut ausgebildeter Lehrer ist.
Trotz diesen allseits anerkannten Tatsachen ist die Geschichte der Lehrerbildung in der Region überhaupt nicht langweilig oder unbestritten. In den letzten zehn Jahren war sie sogar so bewegt wie zuvor Jahrzehnte nicht!
Doch, alles schön der Reihe nach. 2002, da waren unsere Absolventinnen und Absol-venten ungefähr in der dritten Klasse der Primarschule, wurde das Konkordat über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz errichtet. Konkordate sind Verträge un-ter Kantonen, Vertragspartner für dieses Konkordat waren alle sechs Zentralschwei-zer Kantone: Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Auslöser war die Bologna-Reform. Und mit den Pädagogischen Hochschulen wurden die Lehrersemi-nare abgelöst. Lehrerseminare hatten wir im Kanton Zug vorher sage und schreibe deren vier. Der Kanton Zug hat eine grosse Tradition im Bereich der Lehrerbildung.
Die PHZ errichtete Teilschulen an den drei Standorten Luzern, Schwyz und Zug, wo-bei Luzern der mit Abstand grösste ist. Luzern hat alleine mehr als doppelt so viele Studenten wie Schwyz und Zug zusammen. Der Standort Zug gedieh prächtig und konnte sich einen guten Ruf erarbeiten. Das zeigte sich auch in einer steigenden Zahl der neueintretenden Studentinnen und Studenten. Als Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen, 2008 in das Basisjahr der FMS eingetreten sind, setzte die Zahl der jährlichen Neueintritte an der PHZ Zug zu einem veritablen Höhenflug an: von damals 80 Studenten auf deren rund 110 im Jahre 2010.
Aber während die Teilschule Zug gedieh, trübte sich die interkantonale Zusammenar-beit im Konkordat ein. Vor allem der Kanton Luzern haderte mit den Strukturen. Ob-wohl der Standort Luzern alleine mehr als zwei Drittel des Schulvolumens stellte, hat-te Luzern im Konkordat nur einen Sechstel der Stimmen. Neben den beiden kleinen Standorte Schwyz und Zug redeten nämlich auch noch die drei Kantone ohne eigene Teilschulen mit - und zwar gleichberechtigt. Im Mai 2010 kam es zum Eklat, der Kan-ton Luzern kündigte das Konkordat auf den Sommer 2013.
Es folgte eine hektische Phase, in welcher der Kanton Zug einen grundsätzlichen Ent-scheid zu fällen hatte, nämlich, ob wir uns am Standort Zug weiterhin eine eigene In-stitution für die Lehrerbildung leisten sollen. Der Regierungsrat machte schnell und unmissverständlich klar: Ja, das wollen wir!
Zum einen hat die Bildung für die Zuger Regierung strategische Dimension; wir sind überzeugt, dass ein hohes Bildungsniveau unserer Bevölkerung eine wesentliche Standortqualität von Zug ist. Das wollen wir fördern, unter anderem indem wir in Zug Hochschulen nicht nur für Wirtschaft sondern auch für Pädagogik haben. Zum zwei-ten können wir mit einer eigenen PH die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer optimal auf die Ansprüche und Bedürfnisse der Zuger Schulen ausrichten. Darüber hinaus gewährleistet eine eigene PH auch eine kompetente Beratung an den Schulen und leistet damit einen Beitrag zur Schulqualität. Drittens und schliesslich wollen wir die grosse und erfolgreiche Tradition der Zuger Lehrerbildung weiterführen. Dies ermöglicht uns auch, das erarbeitete Know-how zu erhalten. Gerade in Zeiten des sich abzeichnenden Lehrermangels ist das ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der Bildung - im Kanton und in der ganzen Bildungsregion Zentralschweiz.
Mit diesem Grundsatzentscheid machte sich die Direktion für Bildung und Kultur auf den Weg, die alten Konkordatsstrukturen abzustreifen und neue Strukturen für die Zukunft zu schaffen. Im Juni 2011, wenige Monate nachdem Sie, liebe Absolventin-nen und Absolventen, Ihre Fachmittelschulausweise in Empfang nehmen konnten, ist der Kanton Zug ebenfalls und unwiderruflich per 2013 aus dem Konkordat ausgetre-ten. Damit ist auch klar geworden, dass wir per 1. August 2013 eine neue Rechts-grundlage brauchen, wenn wir am Standort Zug weiterhin Lehrerbildung betreiben wollen. Seither arbeiten wir in der Direktion unter Hochdruck daran, diese zu schaf-fen. Es wurde ein Gesetz erarbeitet, welche die Fortführung der Lehrerbildung am Standort St. Michael erlauben wird. Es wurde aber auch ganz klar ausgewiesen, dass dies nicht gratis zu haben ist. Den Lehrerbildungsstandort Zug zu betreiben, kommt den Kanton 8 Millionen Franken teurer als alle Zuger Lehrerinnen und Lehrer an aus-wärtigen Pädagogischen Hochschulen studieren zu lassen.
Noch bis Ende März befindet sich dieses Gesetz in der Vernehmlassung, das heisst Gemeinden, Parteien, Personalverbände und alle weiteren interessierten Kreise kön-nen den Entwurf studieren und der Regierung Verbesserungsvorschläge mitteilen. Anhand der Vernehmlassung wird bereits erkennbar sein, wie die Zuger Politik zum Lehrerbildungsstandort Zug steht.
Ich bin überzeugt, dass sich eine solide Mehrheit für die Lehrerbildung am Standort aussprechen wird. Das werden Sie, liebe Absolventinnen und Absolventen, gewiss gespannt verfolgen und hautnah miterleben, wenn Sie an der PH Zug studieren wer-den. Sie können im Herbst als letzter Jahrgang noch in den Strukturen der Teilschule Zug starten. Und wenn Sie dann abschliessen, werden Sie das bereits an der PH Zug tun. Ich wünsche Ihnen auf Ihrem weiteren Weg zu Ihrem schönen Beruf alles Gute!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 18:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Versuch und Irrtum bei der Eingliederung der 8,1 cm Minenwerfer</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/versuch-und-irrtum-bei-der-eingliederung-der-81-cm-minenwerfer.html</link>
			<description>(Beitrag Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift ASMZ; Co-Autor: Hptm Andreas Heizmann)
Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Beitrag Allgemeinen Schweizerischen Militärzeitschrift ASMZ; Co-Autor: Hptm Andreas Heizmann)
Die 8,1cm Minenwerferzüge wurden seit der Armee 95 mehrfach umgeteilt. Dabei unterliefen Fehlentscheidungen, welche die Ausbildung gefährdeten. Mit den im Entwicklungsschritt 08/11 getroffenen Korrekturmassnahmen konnte die Ausbildung wieder konsolidiert werden. Diese Erkenntnisse sollten bei der künftigen Entwicklung der Armee berücksichtigt werden.
Noch in der Armee 95 waren die 8,1cm Minenwerfer in den Schweren Füsilier Kompanien (Sch Füs Kp) – jeweils die vierte Kompanie der Feld- und Gebirgsfüsilierbataillone – zusammengefasst. Das Bogenfeuer der vierten Kompanie war der lange Arm des Bataillonskommandanten. Transportiert wurden die Rohre, Grundplatten, Lafetten und zentnerweise Munition mittlerweile jedoch per Fahrzeug und nur noch in schwierigstem Gelände per Train.
Die grosse Neuerung kam mit der Armeereform XXI. Die Ordre de Bataille der Feld- und Gebirgsinfanterie wurde angeglichen, alle Infanterieverbände sollten mechanisiert werden. Entsprechend wurden den Inf Bat eine effektivere und mechanisierte Feuerunterstützung in Form der 12 cm Panzerminenwerfer (Basis Schützenpanzer M113) zugeteilt. Die Feuerkraft wollte man jedoch auch auf Stufe Kp erhöhen. Es lag auf der Hand, den Kompaniekommandanten <br />ihre eigene Feuerunterstützung zu gewähren, folglich wurden den Infanteriekompanien je ein Zug 8,1 cm Mw zugeteilt. Die vierte Kompanie wurde zu einer gewöhnlichen Infanterieeinheit umfunktioniert.
Die Eingliederung der Minenwerferzüge in die Infanteriekompanien war fatal: Für ihre Ausbildung war nun der entsprechende Kompaniekommandant verantwortlich, führen und kontrollieren konnte er nur, wenn er selber an der Waffe ausgebildet war; zu grundverschieden sind die Einsatzverfahren der Füsiliere und der Minenwerfer, zu unterschiedlich die Ausbildung an den Korpswaffen. Zu den Schiessübungen wurde schliesslich vielerorts der im Bataillon eingeteilte Feuerunterstützungsoffizier (FUOf) herangezogen – wenn man die Kanoniere nicht gerade in Bewachungsübungen als zusätzlichen Personalpool für weniger robuste Aufgaben heranzog. Doch auch diese Massnahme war nur dort erfolgreich, wo der FUOf früher selber eine Mw Kp oder eine Art Bttr kommandiert hatte.
Bei der Einteilung in die Inf Kp wurde missachtet, dass der 8,1 cm Mw, trotz seines Einsatzes bei den «Grünen», eine Bogenschusswaffe ist, dessen Schiessverfahren der Artillerie entstammt. Es wurde zudem negiert, dass es einen Kdt braucht, der Bogenfeuer, Feuerleitung und die Waffe versteht. Die Folgen der stiefmütterlichen Behandlung waren bald spürbar: Wo die Minenwerferzüge nicht unter der Leitung des FUOfs waren, fielen sie in ihrem Ausbildungsstand rasch zurück. Doch auch wo der FUOf eingesetzt wurde, konnte die Lösung nicht befriedigen. Der FUOf konnte seiner eigentlichen Funktion als Schnittstelle zur Artillerie nicht mehr nachkommen und die Minenwerferzüge blieben in jeder Hinsicht das fünfte Rad am Wagen der Infanteriekompanien.
Mit den Korrekturmassnahmen zur AXXI, so könnte man den ES 08/11 auch nennen, wurde beschlossen, das System 12 cm Panzerminenwerfer zu liquidieren. Für die Bataillonskommandanten der Infanterie bedeutete dies, dass ihr eben noch verlängerter Arm schon wieder zurückgestutzt wurde. Eine eigene Feuerunterstützung bis 8000 m war nicht mehr möglich. Dies hat Konsequenzen für die Mobilität. In offensiven Szenarien ist eine weitreichende <br />Feuerunterstützung notwendig, um die Beweglichkeit des mechanisierten Infanteriebataillons zu gewährleisten.
Dafür sollte nun die Sch Füs Kp in Form der Infanterie Unterstützungskompanie <br />(Inf Ustü Kp) wieder geschaffen werden. Der Bat Kdt verfügt wieder über eine eigene Feuerunterstützung, die er zugsweise je nach Lage auch den Infanteriekompanien unterstellen kann. Sobald er die Mw Z den Inf Kp einsatzunterstellt, fehlt ihm jedoch der eigene lange Arm.
Trotzdem war der Entscheid zur erneuten Zusammenfassung der 8,1 cm Mw Z richtig und ermöglichte fortan wieder die gezielte Ausbildung innerhalb der Kompanie. Die Korrektur zeigte auch ihre Wirkung beim Korpsgeist und Waffenstolz der Kanoniere: Man schaue einem Mw Z bei der Arbeit zu und verstehe, wie eigen der Typus Soldat ist, der dort am Geschütz sein Handwerk verrichtet.
<br />In den neuen Unterstützungskompanien wurden die Minenwerferbeobachter-Gruppen in einem separaten Zug zusammen gefasst und die Scharfschützen (ehemals Stabskompanie) eingegliedert. Die klare Abgrenzung der Ausbildungsverantwortung erwies sich als zielführend. Ebenso zeigte sich, dass zwischen Minenwerferbeobachtern und Scharfschützen in der Ausbildung Synergien genutzt werden können.
<br /><b>Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der Armee</b>
<ul><li>Die raison d'être unserer Milizarmee mit Wehrpflicht ist die Ausbildung für den Einsatz in einer Krise höchster Intensität. Subsidiäre Unterstützungseinsätze haben eine untergeordnete Rolle zu spielen. Entsprechend ist die Kampfführung der Infanterie im Verbund mit indirektem Feuer wieder stärker auszubilden.</li><li>Die Zusammenfassung der artilleristischen Kompetenz in Form der 8,1 cm Mw in der vierten Kompanie ist für die Sicherstellung der Ausbildung eine conditio sine qua non.</li><li>Die lagebedingte Einsatzunterstellung der Mw Z zu den Inf Kp ist weiterhin gewährleistet, setzt jedoch voraus, dass der kombinierte Einsatz von Bogenfeuer und stossender Infanterie in Kompaniegefechtsschiessen geübt wird.</li><li>Dem Bat Kdt fehlt trotzdem der lange Arm; die Infanteriebataillone sollten wieder über unmittelbares Unterstützungsfeuer bis mindestens 8000 m verfügen.</li><li>Die Unterstellung der Scharfschützen hat in der WK-Ausbildung die Nutzung von Synergien ermöglicht. Es sollte überprüft werden, ob der noch in der Stabskompanie eingeteilte Aufklärungszug davon profitieren könnte.</li></ul>
&nbsp;<link fileadmin/stephan-schleiss.ch/stephan-schleiss.ch/Medien/201203_ASMZ.pdf - download "Initiates file download">Scan des Artikels zum Herunterladen</link> (PDF, 1461 KB)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 17:48:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Privatschüler im Vorteil?</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/privatschulen.html</link>
			<description>Ausschnitt Nachrichten Tele 1
&gt;&gt; Herunterladen (MP4, 3210 KB)</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ausschnitt Nachrichten Tele 1
&gt;&gt; <link fileadmin/stephan-schleiss.ch/stephan-schleiss.ch/Videos/20120212_Vorteile_f%C3%BCr_Privatsch%C3%BCler_kurz.mp4 - download "Initiates file download">Herunterladen</link> (MP4, 3210 KB)]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 17:07:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Neues Sportförderungsgesetz des Bundes</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/neues-sportfoerderungsgesetz-des-bundes.html</link>
			<description>(Editorial Sport News)
Das &quot;Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport&quot; aus...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Editorial Sport News)
Das &quot;Bundesgesetz über die Förderung von Turnen und Sport&quot; aus dem Jahre 1972 wird abgelöst durch das neue &quot;Sportförderungsgesetz&quot;. Die eidgenössischen Räte haben diesem in der letzten Sommersession zugestimmt. Insbesondere die Frage, ob der Schulsport durch den Bund oder durch die Kantone zu regeln ist, war heftig umstritten. Grundsätzlich sind in der Schweiz in Schulfragen die Kantone zuständig. Dass die Kompetenz zur Festlegung der Mindestzahl Sportlektionen nun doch beim Bund verbleibt, ist deshalb zu bedauern. Der Ständerat gab seinen Widerstand gegen diese völlig sachfremde Zuständigkeit denn auch erst in der Einigungskonferenz auf - um nicht das ganze Gesetz zu gefährden.
Was ändert dieses Gesetz nun für den Sport im Kanton Zug? Im Grundsatz wenig. Erstens wird der Staat im Sport auch künftig nur subsidiär eingreifen. Er kommt nur dann zum Tragen, wenn die Privatinitiative nicht mehr reicht. Und wenn der Staat tätig wird, dann sind es - zweitens - zuerst die Gemeinden und Kantone, erst ganz am Schluss der Bund.
Zwei wichtige Änderungen betreffen die Missbrauchsbekämpfung - Doping und sexuelle Übergriffe. Das neue Sportförderungsgesetz sieht verschärfte Strafbestimmungen gegen Dopingsünder vor. Sportler können neu an Wettkämpfen jederzeit Kontrollen unterzogen werden. Es sind nicht die überführten Sportler, die kriminalisiert werden - vielmehr drohen den Hintermännern in schweren Fällen aber Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren. Auch gegen sexuelle Übergriffe - etwa durch Trainer - wird konsequenter vorgegangen. Das Bundesamt für Sport kann neu zur Leumundsprüfung für J+S-Kader Einsicht in Strafregisterdaten über Urteile und hängige Strafverfahren nehmen. Dank dieser gesetzlichen Grundlage, welche in einem separaten &quot;Bundesgesetz über die Informationssysteme des Bundes im Bereich Sport&quot; geschaffen wird, kann der Datenschutz gelockert werden. Diese Änderungen sind für den Kanton als Sportförderer von wenig Relevanz.
Viel wichtiger für den Kanton ist der Bereich &quot;Jugend und Sport (J+S)&quot;. Welche Bedeutung dieses Programm für den Nachwuchssport im Kanton Zug hat, kann auch dieser Ausgabe der Sport News wieder entnommen werden. Unter &quot;Zahlen und Fakten&quot; ist J+S ein eigenes, eindrückliches Kapitel gewidmet. Der Hauptteil des Gesetzes besteht denn auch aus Bewährtem, das mehr oder weniger unverändert übernommen wurde. Neu wird im Bereich J+S sein, dass Kinder künftig bereits ab fünf und nicht wie bisher ab zehn Jahren bei J+S mitmachen dürfen. Mit anderen Worten: Der heutige Bereich &quot;J+S Kids&quot; wird ein &quot;normaler&quot; Teil von J+S. Von kantonaler Seite her werden wir bestrebt sein, diesen &quot;Ball aufzunehmen&quot;!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:36:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jetzt ist auch der Umbau der Oberstufe vom Tisch</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/jetzt-ist-auch-der-umbau-der-oberstufe-vom-tisch.html</link>
			<description>(Bericht Neue Zuger Zeitung) 
Bildungsdirektor Stephan Schleiss versenkt ein weiteres Projekt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Bericht Neue Zuger Zeitung) 
Bildungsdirektor Stephan Schleiss versenkt ein weiteres Projekt seines Vorgängers. Viele Lehrer atmen auf.
Nach der Innovationsschule im Frühling hat nun auch der Umbau der Oberstufe den Todesstoss gekriegt. Damit hat Bildungsdirektor Stephan Schleiss innert Jahresfrist ein weiteres Projekt seines Vorgängers Patrick Cotti versenkt. &quot;Da hat der Bildungsrat eine Kehrtwende gemacht&quot;, sagt Schleiss und verhehlt nicht: &quot;Der Rat hat sich in seiner Zusammensetzung stark verändert. In seiner alten Struktur wäre dieser Entscheid vermutlich anders ausgefallen.&quot; Der Hauptgrund für die Kehrtwende sei die Angst vor einer Nivellierung nach unten gewesen, verrät Schleiss. Und damit habe sich das Gremium definitiv von der Ideologie verabschiedet, die sein Vorgänger noch vertreten und einzuführen versucht habe.
Hitzige Diskussionen 
Denn der Regierungsrat hatte Ende Februar 2010 auf Initiative von Patrick Cotti den Auftrag erteilt, die Kooperative Oberstufe (KORST) weiterzuentwickeln. Eine Projektgruppe um Agnes Weber (Zürich) und Hans-Kaspar von Matt (Luzern) habe danach einen Vorschlag ausgearbeitet, wonach die Real- und Werkschule abgeschafft beziehungsweise in einer gemeinsamen, heterogenen Sekundarschule zusammengefasst worden wären. Das Papier lag bereits beim Bildungsrat. Und es rief in erster Linie die Oberstufenlehrer auf den Plan. In entsprechenden Arbeitsgruppen hatten sie Einblick in die Pläne der Bildungsdirektion erhalten, und diese sorgten seitdem für hitzige Diskussionen in den Lehrerzimmern.
Nicht nur bei Schleiss ist die Erleichterung über den Richtungswechsel des Bildungsrats deutlich zu spüren. So betont Barbara Kurth, Präsidentin des Lehrerinnen- und Lehrervereins des Kantons Zug (LVZ), mit Blick auf den Unterschied von Real- und Sekundarschule: &quot;Der Niveauunterschied der beiden Stufen ist sehr gross.&quot; Der Bildungsrat habe sich mit seinem Entscheid grundsätzlich im Sinne des LVZ ausgesprochen. Da die vorgesehenen Neuerungen mit der Zusammenlegung von Real- und Sekundarschule bei den Lehrern sehr kontrovers aufgenommen würden, erachte der Verein den Zeitpunkt für dieses Projekt gegenwärtig als nicht praktikabel. Die Öffnung des 9. Schuljahres und die verbesserte Vorbereitung auf die Sekundarstufe II würden von den Lehrern und dem Lehrerverein begrüsst, sagt Barbara Kurth. &quot;Inhaltlich nimmt der LVZ zum Konzept des 9. Schuljahres gerne Stellung, wenn dieses vorliegt. An einer Mitarbeit zur Entwicklung des Konzepts sind wir zudem stark interessiert.&quot;
Viele Entwicklungen
Kein Wort verliert der Verein hingegen zu den Plänen, die zuvor Patrick Cotti mit dem Umbau der Oberstufe noch verwirklichen wollte. So kam nämlich der Projektausschuss in seinem Bericht an den Bildungsrat grundsätzlich zum Schluss, dass noch &quot;schulstrukturelles Optimierungspotenzial&quot; vorhanden sei, weil sich die Bildung in verschiedenen Belangen weiterentwickelt habe (Englisch in der Primarstufe, Projekt Gute Schulen, Einführung von Stellwerk 8, Umsetzung von Beurteilen und Fördern). Heterogene Stammklassen sollten die Regel werden. Die Selektion nach den drei Schularten Werk-, Real- und Sekundarschule wäre weggefallen. Es wäre nur noch nach Sekundarschule und Gymnasium Unterstufe sowie nach den Leistungsniveaus Französisch, Mathematik und Englisch selektioniert worden. Nicht die Schulart war nach Auffassung des Projektausschusses die entscheidende Kategorie, sondern die persönliche Kompetenzentwicklung mit den Leistungsnachweisen. Integrative Struktur hiess das Zauberwort. Hier sollten &quot;schwächere, mittlere und stärkere Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend&quot; gefördert werden.
Wichtiges 9. Schuljahr
Für den jetzigen Bildungsrat wie auch Regierungsrat Stephan Schleiss liegt der Fokus künftig an einem ganz anderen Ort. Und zwar auf dem 9. Schuljahr. Der Rat beauftragte darum das Amt für gemeindliche Schulen, bis Ende Juni ein Konzept auszuarbeiten. So soll die Grundlage geschaffen werden, dass sich die Schüler spezifisch auf ihren künftigen Beruf vorbereiten können. &quot;Dies ist für das Gewerbe ausserordentlich wichtig, und wir priorisieren es nun darum auch ausserordentlich.&quot; Denn einerseits müssten die Schüler in ihrem letzten Schuljahr Freude am Lernen haben oder behalten, andererseits gezielt ihre allfällig vorhandenen Lücken ausfüllen können, betont Stephan Schleiss. &quot;Das ist sowohl absolut im Sinne der Lehrmeister als auch der Lehrlinge.&quot;]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 18:40:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Bedeutung der Privatschulen für den Kanton Zug</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/bedeutung-der-privatschulen-fuer-den-kanton-zug.html</link>
			<description>(Editorial Schulinfo 2011-12/2)
Wer die Verfassung des Kantons Zug aufschlägt, dem begegnet der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Editorial Schulinfo 2011-12/2)
Wer die Verfassung des Kantons Zug aufschlägt, dem begegnet der Begriff &quot;Privatschule&quot; schon auf der ersten Seite. Der Absatz 2 von Paragraph 4 lautet: &quot;Die Errichtung von Privatschulen und Privat-Lehranstalten ist gewährleistet; (…)&quot;. Das weist nicht nur auf die lange Tradition der Privatschulen im Bildungskanton Zug hin. Es ist auch Ausdruck einer ganz besonders grosszügigen Haltung des Kantons gegenüber den Privatschulen. Diese Grosszügigkeit äussert sich heute auch finanziell: Der Kanton Zug unterstützt die Privatschulen mit einer halben Normpauschale pro Zuger Kind. Kaum ein anderer Kanton kennt Vergleichbares.
Gewiss ist diese Grosszügigkeit auch darin begründet, dass ein breites Angebot an Privatschulen einen Standortvorteil darstellt. Ein Teil der internationalen Bevölkerung stammt aus Ländern mit anderen Schulsystemen. Internationale Schulen mit dem International Baccalaureate sind vor allem bei Expats sehr gefragt. Diese ermöglichen ihnen einen weiteren Wohnortswechsel in andere Länder und Kontinente.
Aber Privatschulen sind mehr als ein Standortvorteil. Die grosszügige, freiheitliche Haltung des Kantons Zug gegenüber den Privatschulen stammt aus einer Zeit, als noch niemand von Expats sprach. Es ist ein Fakt, dass sich private und öffentliche Schule gegenseitig befruchten - dass sie gleichsam Sparringpartner sind. In diesem Sinne fordern die Privatschulen die öffentlich-rechtliche Schule auch heraus. Der Anteil der Zuger Schüler an Privatschulen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dies jedoch nicht in einem Masse, das für die öffentlich-rechtliche Schule bedrohlich oder gar existenzgefährdend wäre, denn die Qualität der öffentlich-rechtlichen Schule kann der Entwicklung gut standhalten.
Es ist auch für Lehrpersonen der öffentlich-rechtlichen Schule wertvoll, einen Überblick über die Privatschulangebote des Kantons zu haben. Mit dieser Ausgabe des Schulinfo wollen wir Ihnen diesen bieten.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 16:36:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Jung, SVP und Zug - passt das zusammen?</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/jung-svp-und-zug-passt-das-zusammen.html</link>
			<description>(Grusswort an der Delegiertenversammlung der Jungen SVP Schweiz im Rest. Kreuz in Unterägeri)
Sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Delegiertenversammlung der Jungen SVP Schweiz im Rest. Kreuz in Unterägeri)
Sehr geehrter Herr Parteipräsident der Jungen SVP Schweiz - lieber Erich, <br />sehr geehrter Herr Parteipräsident der Jungen SVP Zug - lieber Gregor,<br />liebe Mitglieder und Delegierte der Jungen SVP
Als erstes bedanke ich mich für die Einladung an Ihre Delegiertenversammlung und die damit verbundene Gelegenheit, Sie alle hier im schönen Ägerital herzlich willkommen zu heissen.
Die Zuger Regierung freut sich, dass die Jungpartei der SVP ihre Delegiertenversammlung im Kanton Zug durchführt - immerhin ist die SVP die mit Abstand stärkste Partei der Schweiz. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Tagung, und dass Sie kluge Bechlüsse fassen - zum Wohle der ganzen Schweiz und damit auch des Kantons Zug.
Die Zuger Regierung anerkennt die grosse Leistung, welche die Parteien für unsere Demokratie erbringen. Ich darf Ihnen deshalb einen Beitrag des Kantons Zug von acht Franken pro Person für den Apéro in Aussicht stellen. Der Präsident der Jungen SVP des Kantons und Freistaates Zug, Gregor Bruhin, ist darüber informiert und ich erwarte von ihm nach der Delegiertenversammlung eine entsprechende Rechnung.
Wenn ich mir noch einen Tipp erlauben kann: Behandeln Sie Ihre Traktanden speditiv, dann können Sie die Gunst der Stunde nutzen und die wunderbare Landschaft im Ägerital oberhalb des Nebels geniessen. Aber bestimmt sind Sie nicht nur wegen den landschaftlichen und klimatischen Reizen hierher gekommen. Ich habe mich gefragt, was Sie sonst hierher verschlagen haben könnte - und ich bin fündig geworden: Jung, SVP und Zug!
Jung, SVP und Zug - passt das zusammen? Das habe ich mich gefragt. Und das sind die Fakten. Seit den Nationalratswahlen 2003 ist die SVP im Kanton Zug die stärkste Partei. Diesen Spitzenplatz konnten wir sowohl 2007 als auch 2011 verteidigen. Seit 2010 sind wir in der Zuger Regierung mit einem zweiten Sitz vertreten. Also Zug und SVP passen ganz sicher zusammen. Schauen wir die Legislativen an: Von den Zuger Bundesparlamentariern ist das jüngste Mitglied 32 Jahre alt. Es ist von der SVP. Im Zuger Kantonsrat ist das jüngste Mitglied 23 Jahre alt. Es ist von der SVP. Schauen wir die Exekutive an: Im Zuger Regierungsrat ist das jüngste Mitglied 38 Jahre alt. Es ist von der SVP. Schauen wir die Judikative an: Am Obergericht ist das jüngste Mitglied 48 Jahre alt. Es ist von der SVP. Am Kantonsgericht ist das jüngste Mitglied 37 Jahre alt. Es ist von der SVP. Sie sehen also: Auch Jung und SVP passen ganz gut zusammen. Keine andere Partei hat mehr Junge. Keine andere Partei bringt ihre Kandidaten jünger in die Ämter. Als ehemaliger Präsident der SVP des Kantons und Freistaats Zug weiss ich genau, wie wichtig die Nachwuchsförderung ist. Und wie wichtig es ist, junge Kandidaten zu finden. Aus Erfahrung weiss ich auch, woher ein guter Teil davon kommt: Aus der Jungen SVP! Ich bedanke mich an dieser Stelle für den grossen und wichtigen Beitrag, den die Junge SVP zum Gedeihen der Mutterpartei leistet.
Deshalb mein Aufruf: Lassen Sie sich vom Zuger Geist inspirieren. Fassen Sie Beschlüsse, die zum Wohl von Land und Leuten sind, Sie werden damit auch Ihre Partei und Ihre jungen Kandidaten erfolgreich machen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Mehr als nur Geschäft</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/mehr-als-geschaeft.html</link>
			<description>(Kolumne Zuger Presse)
Die Zuger Messe ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Für uns...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Kolumne Zuger Presse)
Die Zuger Messe ist immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis. Für uns Zugerinnen und Zuger geht es bei ihr nicht nur um Waren und Dienstleistungen. Ebenso wichtig sind nicht-kommerzielle Aspekte wie die Sonderschauen und das Gesellschaftliche.
Gemütliches Herumschlendern trotz hektischem Verkaufsambiente? - An der Zuger Messe kein Widerspruch! Es ist diese Mischung aus Geschäft und Gemütlichkeit, welche die Zuger Messe so unwiderstehlich macht. Sie gehört für mich einfach zum Herbst dazu - genauso wie Chilbi, Marroni und Metzgete.
Die Mischung aus Gemütlichkeit und Geschäft ist auch das Erfolgsrezept der Ausstellerinnen und Aussteller. Die wenigsten Besucher kommen an die Zuger Messe, weil sie etwas Konkretes brauchen. Aber man geniesst den Rundgang und nimmt sich Zeit, die Angebote anzuschauen. Am Schluss findet dann fast jeder etwas, wonach er zwar nicht konkret gesucht hat, das er aber schon lange hätte brauchen können.
Eine besondere Attraktion schliesslich sind immer die Sonderschauen. Aus dem diesjährigen, vielfältigen Angebot bin ich ganz besonders gespannt auf die &quot;1000 Obstsorten&quot;. Sie wird nicht nur für Leute interessant sein, die gerne Äpfel mit Birnen vergleichen…
Ich freue mich auf eine schöne Zuger Messe - mit spannenden Sonderschauen, erfolgreichen Marktständen und vielen geselligen Begegnungen!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:48:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Der Herausgeber ist zufrieden!</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/buchvernissage-tugium.html</link>
			<description>(Grusswort zur Buchvernissage des TUGIUM in der Aula des Kollegiums St. Michael in Zug)
Sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort zur Buchvernissage des TUGIUM in der Aula des Kollegiums St. Michael in Zug)
Sehr geehrter Herr Dr. Dittli, sehr geehrte Damen und Herren der Redaktionskommission, sehr geehrte Autorinnen und Autoren, liebe Gäste
Nachdem Sie von den Autoren in das Werk eingeführt wurden habe ich die schöne Aufgabe, das neueste TUGIUM aus Sicht des Herausgebers zu würdigen. Der Regierungsrat hat die Herausgabe des TUGIUM in einem Statut geregelt. Dieses Statut datiert vom 4. Juli 2006 und enthält zum Teil sehr detaillierte Vorschriften. Beispielsweise: &quot;Die Vorsteherinnen und Vorsteher der beteiligten Amtsstellen und Museen sind verpflichtet, ihre jährlichen Tätigkeitsberichte termingerecht abzuliefern.&quot; Oder: &quot;Die Redaktion ist das ausschliessliche Verbindungsglied zwischen den Autorinnen und Autoren, der Redaktionskommission und der Druckerei.&quot; Das Statut will aber nicht etwa Bürokratie schaffen; vielmehr ist das Ziel eine weitgehende, vertrauensvolle Delegation. So wird in diesem Statut nämlich auch folgendes festgehalten: &quot;Die Redaktionskommission beschliesst über alle das TUGIUM betreffenden Belange. Sie beschliesst insbesondere über das Konzept, die grafische Gestaltung und den Inhalt der einzelnen Nummern.&quot; Als einzige Kompetenz des Regierungsrates verbleibt die Festlegung des maximalen Jahresbeitrages aus dem Lotteriefonds. Und dieser wird auf Antrag von der Direktion für Bildung und Kultur bequemerweise gleich auf eine ganze Legislaturperiode von vier Jahren hin festgelegt.
Rein formell könnte der Regierungsrat als Herausgeber also eigentlich zufrieden sein, wenn das TUGIUM ohne Budgetüberschreitung erscheint. Aber selbstverständlich sind wir keine Formalisten und unsere Erwartungen entsprechend höher. Das TUGIUM soll wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, es soll informativ und interessant sein, und es soll auch grafisch ansprechend gestaltet sein. Das Produkt liegt nun vor. Wir wurden heute Abend von den Autoren kompetent in dieses eingeführt bzw. &quot;gluschtig&quot; gemacht, darin zu lesen. Ich hatte zudem ein handgebundenes Vorab-Exemplar bekommen und kann mir ein Urteil bilden: Der Auftrag wurde erfüllt! Das Werk ist wissenschaftlich, informativ und schön. Ich bin damit sehr zufrieden und möchte im Namen des Regierungsrates den grossen Aufwand, der hinter einem solchen Bijou immer steht, ganz herzlich verdanken. Ich danke den Autorinnen und Autoren, den Damen und Herren der Redaktionskommission sowie dem verantwortlichen Redaktor, Herr Dr. Beat Dittli. Ihnen allen, meine sehr verehrten Damen und Herren, danke ich für Ihr Interesse am TUGIUM und dafür, dass Sie der Einladung an die heutige Vernissage gefolgt sind. Ich wünsche Ihnen viel Spass und spannende Lektüre mit dem TUGIUM Ausgabe Nummer 27!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Hütet Euch am Morgarten!</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/huetet-euch-am-morgarten.html</link>
			<description>(Artikel in der Zeitschrift &quot;Die Idee&quot; vom Oktober 2011)
Eine flammende Rede von alt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Artikel in der Zeitschrift &quot;Die Idee&quot; vom Oktober 2011)
Eine flammende Rede von alt Bundesrat Christoph Blocher bildete den Höhepunkt der 20-Jahre-Jubiläumsfeier der SVP Kanton Zug am Samstag vor dem Eidg. Dank- Buss- und Bettag im Schützenhaus beim Denkmal in Morgarten. Christoph Blocher zog den Bogen von der Schlacht am Morgarten zur heutigen Zeit. «Nichts Neues unter der Sonne» zitierte er aus <br />dem alten Testament. Die Eidgenossen mussten ihre Freiheit erkämpfen, und daran hat sich nichts geändert. Auch heute gilt es, sich gegen die Einmischungen fremder Vögte zur Wehr zu setzen. Blocher lobt die Zuger SVP. Diese sei heute mit zwei Regierungsräten und einem Nationalrat gut aufgestellt. Die Rede wurde mit lang anhaltendem Applaus quittiert. Vor Blocher hatten u. a. Nationalrat Marcel Scherer sowie Ständeratskandidat <br />Philip Brunner und Regierungsrat Stephan Schleiss gesprochen. Ebenso hatten sich die Nationalratskandidaten Thomas Aeschi und Karl Nussbaumer kurz an die Anwesenden gewandt. Grüsse aus dem Kanton Schwyz und eine Geburtstagstorte überbrachte Judith Uebersax, Kantonalpräsidentin und Nationalratskandidatin.
Zu Wort kam auch ex-Skirennfahrer Paul Accola aus Davos. Kantonalpräsident und Kantonsrat Manuel Brandenberg (OK-Präsident) konnte Accola für seine Stiftung, die den Skinachwuchs fördert, dank Unterstützung von Victorinox und Dr. Hans Durrer, Ehrenpräsident der SVP Stadt Zug, einen Check über 4000 Franken überreichen. Nationalrat Marcel Scherer erinnerte die Festgemeinde daran, dass die SVP trotz ihres hohen Wähleranteils auch im Kanton <br />Zug noch in vielen Gremien diskriminiert wird. Ständeratskandidat Philip Brunner zitierte in seiner Rede am Vorabend des Eidgenössischen Bettages den Nationalheiligen Bruder Klaus. Niklaus von Flüe habe der Eidgenossenschaft Worte und Werte auf den Weg mitgegeben, die auch heute nichts an Aktualität eingebüsst haben. Regierungsrat Schleiss erinnerte daran, dass es heute die SVP ist, welche für die Freiheit und Unabhängigkeit einsteht, wie es die Eidgenossen anno 1315 in Morgarten taten. Die Warnung des Ritters von Hünenberg, «Hütet euch am Morgarten», ist heute aktueller denn je. Franz Stadelmann sorgte mit seiner Ländlerkapelle für gute Stimmung. Grossen Applaus ernteten die Kandidaten für das neue SVP-Lied, das speziell für das Zuger Jubiläum von Franz Stadelmann komponiert wurde.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 14:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>20 Jahre SVP des Kantons und Freistaates Zug</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/20-jahre-svp-des-kantons-und-freistaates-zug.html</link>
			<description>(Grusswort am Festanlass in Morgarten)
Sehr geehrter Herr Parteipräsident, meine sehr verehrten...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort am Festanlass in Morgarten)
Sehr geehrter Herr Parteipräsident, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Frauen und Mannen
Ich heisse Sie alle herzlich wilkommen hier in Morgarten, an historischer Stätte. Die offizielle Begrüssung aller Honoratoren ging bereits von statten. Es wurden die anwesenden Nationalräte, Gemeinderäte, Kantonsräte und Parteichargen begrüsst, die National- und Ständeratskandidaten ebenso wie die von auswärts angereisten Delegationen der anderen Zentralschweizer SVP-Sektionen. Ich möchte deshalb nur noch ganz wenige Personen besonders begrüssen.
<ul><li>Als ersten den Hausherrn, Brigadier Urs Hürlimann, den Präsidenten der Morgartenschiesskommission, der uns hier Gastrecht gewährt. Das ist ein hohes Privileg, herzlichen Dank dafür.</li><li>Im weiteren begrüsse ich Paul Accola, den ehemaligen Ski-Weltcup-Gesamtsieger. Er wird uns noch in einem Interview Red und Antwort stehen. Er und seine Familie mussten von uns allen den weitesten Weg machen.</li><li>Der Generalsekretär der Schweizerischen SVP, Martin Baltisser, hat in dieser Schlussphase des Wahlkampfes ein unglaubliches Pensum zu leisten. Dass er trotzdem der relativ kleinen Kantonalpartei SVP Zug die Ehre antut, freut mich besonders.</li><li>Dann begrüsse ich sehr herzlich meinen Kollegen aus der Zuger Regierung, Herrn Regierungsrat Heinz Tännler.</li><li>Alt Bundesrat Christoph Blocher befindet sich noch auf dem Weg vom Raten hierher nach Morgarten. Ihn kann ich leider noch nicht willkommen heissen.</li></ul>
Es ist mir eine grosse Freude, hier um exakt 13.15 Uhr das Wort an Sie richten zu dürfen. 1315 ist die Jahreszahl, die alle mit der Schlacht am Morgarten verbinden. Bei dieser Schlacht ging es vor allem um zwei Dinge: um die Freiheit und um die Unabhängigkeit. Die Eidgenossen konnten sich gegen eine Übermacht behaupten. Und sie behaupteten auch ihre zwei wichtigsten Werte: eben die Freiheit und die Unabhängigkeit.
Heute feiern wir 20 Jahre SVP des Kantons Zug. Und es ist kein Zufall, dass wir das in Morgarten tun. Die SVP steht schweizweit und auch im Kanton Zug wie keine andere Partei für Freiheit und Unabhängigkeit! Denken wir nur an das Beispiel EU. Es war die Zeit unmittelbar vor und nach der EWR-Abstimmung, in welcher viele SVP-Kantonalparteien gegründet wurden. Das wurde notwendig, weil die anderen Bürgerlichen nach Europa wollten. Sie waren im Gegensatz zur SVP bereit, Freiheit und Unabhängigkeit preiszugeben. Die Frage für oder wider EU-Anschluss ist bis zum heutigen Tag aktuell geblieben. Fünf Wochen vor den eidgenössischen Wahlen sagen zwar FDP und auch CVP, dass sie nicht mehr in die EU wollen. Ich frage mich nur, wie's dann fünf Wochen nach den Wahlen aussieht. Werden sie dann bereit sein, einen zusätzlichen Bundesrat aus der Anti-EU-Partei SVP zu wählen? Aber ich will jetzt nicht öffentliches Kaffeesatzlesen betreiben und mich stattdessen lieber an das halten, was sicher ist. Sicher ist für mich, dass die Eidgenossenschaft und damit auch ihre zentralen Werte Freiheit und Unabhängigkeit nicht verloren sind, solange es eben echte Eidgenossen gibt, die sich hier in Morgarten treffen. Darauf dürfen wir ganz fest vertrauen.
Ich gratuliere der SVP des Kantons Zug zum 20. Geburtstag und ich überbringen Ihnen allen zusammen mit Regierungsrat Heinz Tännler die Grüsse der Zuger Regierung. Wir wünschen Ihnen ein schönes Fest und viel Vergnügen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Förderung des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/die-foerderung-des-staatsbuergerlichen-verantwortungsbewusstseins.html</link>
			<description>(Grusswort an der Delegiertenversammlung der Pfadibewegung Schweiz im Lorzensaal in Cham)
Sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Delegiertenversammlung der Pfadibewegung Schweiz im Lorzensaal in Cham)
Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Präsident,<br />liebe Mitglieder der Pfadibewegung Schweiz,<br />meine sehr geehrte Damen und Herren
Ich bedanke mich vorab für die freundliche Einladung an Ihre Delegiertenversammlung und für die damit verbundene Gelegenheit, Ihnen die besten Grüsse des gesamten Zuger Regierungsrates überbringen zu dürfen. Wir wünschen Ihnen eine ebenso erfolgreiche wie auch vergnügliche Delegiertenversammlung hier im schönen Kanton Zug.
Zug versteht sich als lebenswerter Kanton mit starker Wirtschaft, gutem Bildungsangebot, schöner Landschaft, gelebten Traditionen und aktiven, eigenverantwortlichen Einwohnern. Die Zuger Regierung will diesen hohen Standard pflegen und stärken. Sie hat deshalb im letzten Jahr die Strategie für den Zeitraum 2010-2018 verabschiedet.
Ihrer Traktandenliste entnehme ich, dass Sie sich heute auch mit der Verabschiedung von Strategiepapieren befassen. Dazu gratuliere ich Ihnen. Es ist ein Merkmal von erfolgreichen Organisationen, dass sie sich mit strategischen Fragen beschäftigen. Nur wer eine langfristige Perspektive einnimmt kann die Herausforderungen der Zukunft meistern. Eine erfolgreiche Organisation muss wissen, wohin sie will. Das trifft gleichermassen für Regierungen wie auch für Vereine oder Unternehmen zu.
Ein Blick in die Statuten der Pfadibewegung Schweiz hat mir gezeigt, dass eines Ihrer langfristigen - oder eben strategischen Ziele - die &quot;Förderung des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins&quot; ist. Ich finde das ein grossartiges Ziel - und ich habe den Eindruck, dass Sie dieses gut erreichen. Ich möchte Ihnen im Folgenden ausführen, wie ich zu dieser Erkenntnis komme.<br />&nbsp;<br />Wieso ist die &quot;Förderung des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins&quot; ein grossartiges Ziel? Diese Zielsetzung wird dem Umstand gerecht, dass wir in einem Land leben, welches vom Staatsbürger viel Verantwortung einfordert. Was uns von allen anderen Länder auf der Welt unterscheidet, ist die direkte Demokratie. Wir müssen immer wieder Verantwortung übernehmen, wenn wir an die Urnen gerufen werden. Dann müssen wir Farbe bekennen: Ist es in Ordnung die Mehrwertsteuer zu erhöhen, damit die IV saniert werden kann? Selbst wenn man in der Minderheit war und den Entscheid gerne anders gehabt hätte, man kann nie sagen, &quot;die da oben&quot; hätten wieder irgend einen Quatsch entschieden. Das Volk und damit wir alle stehen mit in der Verantwortung. Der Grundsatz, dass die Bürgerin und der Bürger immer mit in der Verantwortung stehen, findet im Milizgedanken seinen Ausdruck. Das Historische Lexikon der Schweiz hält zu diesem Stichwort fest: &quot;Der Begriff Milizprinzip bezeichnet ein im öffentlichen Leben der Schweiz verbreitetes Organisationsprinzip, das auf der republikanischen Vorstellung beruht, wonach ein jeder dazu befähigter Bürger neben- oder ehrenamtlich öffentliche Ämter und Aufgaben zu übernehmen hat.&quot; Mit anderen Worten: Es ist bei uns in der Schweiz von staatspolitischer Dimension, dass die Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen! Dabei ist Milizprinzip nicht ein alter Hut, auch die heutige Schweiz funktioniert nach wie vor nach diesem Prinzip. Als Regierungsrat bin ich für Bildung, Kultur und Sport im Kanton zuständig. Ich sehe täglich den Einsatz von Milizfunktionären; nicht nur in den Miliz-Schulbehörden, sondern auch in Kunstgesellschaften und einer Vielzahl von Sportvereinen. Der Staat könnte dieses Angebot aus eigener Kraft gar nie bereitstellen. Dabei ist eines klar: Die Freiwilligen und Ehrenamtlichen machen ihre Arbeit mindestens genauso gut wie die Profis. Das belegt nicht zuletzt ein Blick über die Grenzen in andere Länder. Das kommt daher, dass die Freiwilligen oder die Milizler aus dem Hauptberuf Pragmatismus und Lösungsorientierung in ihre Funktionen und Ämter mitbringen.
Kann man daraus nun schliessen, es sei alles in Ordnung? Nein, es gibt auch Gefahren für das Milizprinzip. Oder man könnte auch sagen für die Freiwilligenarbeit oder die Ehrenamtlichkeit generell. Die Gefahr besteht darin, dass wir nicht mehr genügend Leute finden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Selbstverständlich kamen diese Leute auch früher nicht von alleine - selbst wenn früher vielleicht wirklich noch alles besser war… Das ist Erfahrung Nummer 1: Gute Leute muss man suchen. Das war aber schon immer so.
Die Frage ist: Wo suchen? Bis vor meinem Amtsantritt als Regierungsrat war ich kantonaler Parteipräsident. In einer Partei gibt es typischerweise viel Arbeit, wenig Dankbarkeit und aus Prinzip kein Geld. Dafür Freiwillige zu suchen, ist besonders schwer. Ich habe die Leute gerne dort gesucht, wo sie schon in der Verantwortung standen. Meine Erfahrung ist nämlich, dass diejenigen, die schon vieles am Hals haben, eher zu gewinnen sind, als jene, die vermeintlich mehr Zeit hätten. Am ehesten sagt derjenige zu, der voll zu 100 Prozent arbeitet, daneben im Militär Offizier ist, sich in einem Vereinsvorstand engagiert und in der Freizeit gerne Sport treibt. Und das ist Erfahrung Nummer 2: Freiwilliges Engagement ist eine Frage der Haltung. Und weniger eine Frage der zeitlichen Belastung oder der Ausbildung.
Diese Haltung, etwas mehr zu leisten und Verantwortung zu übernehmen, bildet sich idealerweise bereits im Kindesalter heran. Gefragt ist eine Umgebung, wo man jung Verantwortung übernehmen kann. Eine Umgebung, wo die gestellte Aufgabe auch dem Alter entspricht und wo Unterstützung geboten wird. Eine Umgebung, wo die übernommene Verantwortung zu Erfolgserlebnissen führt und dies auch in Form von Wertschätzung zurück gegeben wird. Und trotzdem muss gerade in jungen Jahren alles auch Spass machen. Auf einen Nenner gebracht: Es muss das Spielerische mit dem Ernsthaften optimal in Verbindung gebracht werden. In so einem Umfeld bekommen Jugendliche Freude an der Verantwortung und am gesellschaftlichen Engagement. Und das ist Erfahrung Nummer 3: Diese Haltung verlieren Sie in der Regel ein Leben lang nicht mehr. Sie ist nachhaltig.
Es gibt viele Vereine und Organisationen, die ein solches Umfeld bieten. Zu den wichtigsten , prominentesten und grössten gehört aber gewiss die Pfadibewegung Schweiz. In Ihrer Organisation lernen junge Menschen Haltungen, die nicht nur für sie selber sondern für die ganze Gesellschaft von allergrösstem Wert sind. Ihr Ziel, das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein zu fördern, erreichen Sie meiner Einschätzung nach mehr als gut, nämlich in hervorragender Weise.
Vom Gedeihen der Pfadibewegung Schweiz hängt ein Stück weit auch das Schicksal ungezählter anderer Organisationen ab, die auf Leute angewiesen sind, die gerne Verantwortung übernehmen - egal ob es sich dabei um Vereine, Unternehmungen, Parteien oder andere handelt. Ich hoffe, Sie sind sich Ihrer Bedeutung bewusst und auch stolz darauf.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen bei den anstehenden strategischen Entscheiden eine glückliche Hand und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vom Kern der Schweiz: Demokratie und Unabhängigkeit</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/vom-kern-der-schweiz-demokratie-und-unabhaengigkeit.html</link>
			<description>(Festansprache an der 1. August-Feier der Gemeinde Walchwil)
Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Festansprache an der 1. August-Feier der Gemeinde Walchwil)
Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident, <br />sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates, <br />liebe Walchwilerinnen und Walchwiler, <br />liebe Gäste
Ich möchte mich vorab recht herzlich für Ihre Einladung und Ihr zahlreiches Erscheinen bedanken. Es ist mir eine grosse Freude und auch eine grosse Ehre, hier in Walchwil an der 1. Augustfeier vor so grossem Publikum die Festansprache halten zu dürfen. Ihre Einladung freut mich umso mehr, als ich bereits in meinem ersten Amtsjahr als Regierungsrat eine so wichtige Ansprache halten darf.
Heute feiern die Leute im ganzen Land den Geburtstag der Schweiz. Das wird zwar in jeder Gemeinde ein bisschen anders gemacht, aber überall macht man dies in grosser Dankbarkeit. Dankbar dafür, dass wir in einem so schönen und so erfolgreichen Land leben dürfen. Aber auch dankbar dafür, dass wir in Freiheit, Wohlstand und Sicherheit leben dürfen.
Niemand von uns kann etwas dafür, dass er in der Schweiz auf die Welt gekommen ist. Oder dass es die Schweiz schon seit 720 Jahren gibt. Aber es trotzdem ist es richtig, dass wir den Geburtstag der Schweiz feiern. Es geht bei keinem Geburtstagsfest darum zu feiern, weil man etwas dafür könnte. Geburtstage sind willkommene Gelegenheiten sich mit Familie und Freunden zu treffen. Gefeiert wird gemeinsam. An Geburtstagsfesten diskutiert man gerne, woher man kommt, wo man im Moment steht, und was die Zukunft bringen wird.
Ganz sicher haben Sie das an der heutigen 1. Augustfeier &quot;im grossen Freundes- und Familienkreis hier auf dem Festplatz&quot; auch schon getan - oder Sie werden es noch tun: Diskutieren über unsere Schweiz, was ihre Wurzeln sind, wo sie heute steht und was die Zukunft bringen wird. Gewiss erwarten Sie von einer Festansprache dasselbe. Darum habe ich mir zu diesen Fragen Gedanken gemacht. Das sind zwar &quot;nur&quot; ganz persönliche Gedanken, aber sie sind mir sehr wichtig.
<br />Liebe Walchwilerinnen, liebe Walchwiler, ich habe am Anfang gesagt, wir feiern den Geburtstag der Schweiz - das ist relativ unpräzise. Um ganz genau zu sein, müsste man sagen, wir feiern den 720. Geburtstag der Eidgenossenschaft.
720 Jahre sind eine unwahrscheinlich lange Zeit. In dieser Zeit hat sich die Eidgenossenschaft stark gewandelt. Es kann also keinesfalls darum gehen, am heutigen Abend die Schweiz von 1291 zu feiern. Umso weniger, weil diese ja nur aus Uri, Schwyz und Unterwalden bestanden hat. Der Kanton Zug kam erst gut 60 Jahre später dazu. Die alte Eidgenossenschaft gibt es nicht mehr. Heute leben wir den bundesstaatlichen Strukturen von 1848. Aber bei allem Wandel gibt es einen Kerngehalt. Einen Kerngehalt, der über die ganze Zeit von 720 Jahren unverändert geblieben ist. Und auf den wollen wir uns heute besinnen. Die Frage ist nur: Was ist dieser Kerngehalt? Woraus besteht er?
Für mich stehen zwei Aspekte im Vordergrund, die von 1291 bis zum heutigen Tag den Kerngehalt der Eidgenossenschaft ausmachen: Demokratie und Unabhängigkeit. Die Eidgenossen haben sich geschworen, gemeinsam für Demokratie und Unabhängigkeit zu kämpfen. So steht es auch im Bundesbrief geschrieben. Die Eidgenossen wollten weder fremden Herren noch fremde Richter dulden. Und sie schworen sich bei militärischer Bedrohung gegenseitig beizustehen.
Demokratie und Unabhängigkeit: Diese zwei Werte sind wie ein Samenkorn. Nachdem das Samenkorn einmal gepflanzt war, ist mit der Zeit ein Baum gewachsen. Der Baum hat Äste ausgebildet, die Früchte tragen. Heute heissen diese Früchte Freiheit, Wohlstand und Sicherheit. Selbstverständlich war die Schweiz im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich demokratisch: Die Volksrechte zum Beispiel haben sich erst in den letzten zwei Jahrhunderten ausgebildet. Und selbstverständlich war die Schweiz im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich unabhängig: 1798 beispielsweise wurde die Eidgenossenschaft für fünf Jahre von Napoleon besetzt.
Aber auch nach all diesen Umbrüchen und Rückschlägen hat der Baum immer wieder neue Äste ausgetrieben. Und die sind immer nach dem Saatgut gekommen: in Richtung Demokratie und Unabhängigkeit. Heute trägt der Baum reiche Früchte: Freiheit - Wohlstand - Sicherheit. Und weil wir diese Früchte geniessen können, geht es uns heute gut. Dafür haben wir auch Grund unseren Vorfahren dankbar zu sein. Es waren die Schweizerinnen und Schweizer aller Generationen vor uns, die immer den Willen hatten, für Demokratie und Unabhängigkeit zu kämpfen; die immer dafür geschaut haben, dass die Äste des Baumes in die richtige Richtung spriessen.
Liebe Walchwilerinnen und Walchwiler, zu diesen drei Früchten, die aus dem Saatgut von 1291 hervorgegangen sind und von denen wir heute profitieren, möchte ich Ihnen ein paar Gedanken ausführen.
Die Freiheit ist ein wichtiger Rohstoff. Sie macht die Bürger zufrieden, sie hält den Staat schlank und sie lässt der Wirtschaft Raum für Entwicklung. Die Schweiz ist auch heute noch ein Land, in dem der Bürger bemerkenswert frei leben kann. Dies obwohl die Regulierung gerade in den letzten beiden Jahrzehnten stark zugenommen hat. Im Grundsatz ist der Bürger nämlich frei, beschnitten werden kann seine Freiheit nur durch den Staat. Man kann es verkürzt so auf den Punkt bringen: Während dem Bürger alles erlaubt ist, was nicht vom Gesetz verboten ist, ist dem Staat nichts erlaubt, ausser das, wozu er per Gesetz ermächtigt wurde. Für die Bewahrung der Freiheit ist somit absolut entscheidend, wer bei der Gesetzgebung das letzte Wort hat; wer der Souverän ist.
In der Schweiz kann der Bürger gegen jedes Gesetz, das seine Politiker erlassen wollen, die Notbremse ziehen. Nirgends sonst auf der Welt verfügt der Bürger im Kampf gegen Regulierungen über solch weitgehende Kompetenzen. Diese müssen nicht einmal permanent angewendet werden, es reicht vielfach schon die Androhung und das blosse Vorhandensein. Die direkte Demokratie ist die schärfste Waffe des Bürgers gegen Regulierung.
Die direkte Demokratie ist eine ureidgenössische Errungenschaft und gründet auf dem Saatgut der Unabhängigkeit und der Demokratie. Nur ein unabhängiger Staat kann seine Gesetze selber bestimmen. Und nur ein Staat, der nach immer mehr Demokratie strebt, kann überhaupt die direkte Demokratie einführen.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es ist keineswegs so, dass die Politiker aus bösem Willen die Freiheit des Bürgers beschneiden wollen. Vielfach ist es für die Politiker gar nicht so einfach &quot;nichts zu tun&quot; und kein neues Gesetz zu erlassen. Kein Gesetz zu machen, heisst nämlich in erster Linie, Eigenverantwortung der Bürger einfordern - und das braucht Mut. In dieser Hinsicht hat das Volk in der Vergangenheit oft mutiger entschieden als die Politiker!
Volksrechte bringen auch Volkspflichten mit sich. Freiheit ist nie ohne Verantwortung zu haben. Wer die Möglichkeit hat mitzureden, der ist auch mitverantwortlich. In einer direkten Demokratie kann man nicht nur die Faust im Sack machen und über &quot;die dort oben&quot; fluchen. Genau deshalb ist die Schweiz auch stabiler und ruhiger als andere Länder.
Und damit, liebe Walchwilerinnen und Walchwiler, bin ich beim zweiten Stichwort angekommen: dem Wohlstand.
Die Stabilität der Schweiz ist von entscheidender Bedeutung für unseren Wohlstand. Nur in stabilen Verhältnissen sind die Bürger bereit zu sparen. Nur in stabilen Verhältnissen sind die Firmen bereit zu investieren. Das System der Schweiz wird oft als starr und langsam bezeichnet. Oft wird dafür die direkte Demokratie verantwortlich gemacht. Ich bin kein Anhänger von Erstarrung und Langsamkeit. In der Privatwirtschaft wären solche Untugenden der sichere Weg in den Konkurs. Aber ein Staat hat andere Aufgaben als eine Firma. Beim Staat reicht es, vorsichtig und stabil zu sein.
Man sagt oft, dass das Vertrauen in den Staat und in seine wirtschaftliche Entwicklung sich in seiner Währung widerspiegle. Ich war bis gestern ferienhalber für eine Woche in Wien - aber keine Angst, ich will Ihnen jetzt nicht irgendwelche plumpen Geschichten über den Kurszerfall des Euro erzählen. Es ist für die Schweiz schliesslich kein Vorteil, wenn das Vertrauen in die staatliche und wirtschaftliche Entwicklung in unseren Nachbarländern derart abnimmt. Nein, in Wien habe ich an einem Abend tatsächlich einen Zehnräppler auf dem Boden gefunden. Dieser wurde vermutlich von irgend einem anderen Schweizer dort verloren. Haben Sie gewusst, dass der Zehnräppler, so wie wir ihn heute im Portemonnaie herumtragen, genau der gleiche ist, wie er seit 1879 geprägt wird? Unter allen sich im Umlauf befindlichen Münzen weltweit ist er mit Abstand die älteste, die bis heute mit gleichem Motiv und gleicher Legierung hergestellt wird. Stellen Sie sich nur vor, wieviele Wirtschaftskrisen und Weltkriege seither stattgefunden haben. Wieviele Länder in dieser Zeit ihre Währungen verloren oder entwertet haben. Aber hier in der Schweiz wird seit über 130 Jahren immer noch die gleiche Münze geprägt, weil es noch nie einen Grund gegeben hat, sie zu ändern. Das ist für mich Ausdruck von Stabilität; und nicht etwa von Erstarrung oder Langsamkeit.
Es ist aber nicht nur die direkte Demokratie, die zur Stabilität beiträgt. Auch das Saatgut der Unabhängigkeit ist mitverantwortlich. Mit dem Willen zur Unabhängigkeit ist nämlich auch der Wille zur Kleinheit verbunden. Kleinräumige Gebilde sind stabiler und weniger verletzlich als grosse. Das Streben nach Unabhängigkeit ist aber auch ein wirtschaftlicher Vorteil der zu mehr Wohlstand beiträgt, weil wir so bessere Gesetze machen können als unsere Nachbarn oder Konkurrenten im Standortwettbewerb. Ich denke da an Regelungen in den Bereichen Steuern, Pensionsalter oder Arbeitsmarkt.
<br />Liebe Walchwilerinnen, liebe Walchwiler, ich komme zur letzten Frucht, die aus unserem Saatkorn von Demokratie und Unabhängigkeit gesprossen ist: die Sicherheit.
Die Demokratie ist die friedlichste aller Staatsformen. Noch nie in der Geschichte hat eine Demokratie gegen eine andere Demokratie Krieg geführt. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Volk viel kriegsmüder ist, als es die Regierungen sind. In der Schweiz ist es sogar seit der verheerenden Niederlage von 1515 bei Marignano demokratisch mehrfach abgesegneter Wille des Volkes, dass die Schweiz neutral ist und sich zu rein defensiven Zwecken bewaffnet. Das Saatgut der Demokratie ist zwar per se schon friedensfördernd. Aber leider reicht es nicht aus, da auch Demokratien angegriffen werden können. Ohne die Androhung von defensiver Gewalt nützt die Neutralität nichts.
Die eigene Bewaffnung durch ein Bündnis zu ersetzen ist aus meiner Sicht kein geeigneter Weg. Bündnisse lassen sich demokratisch weniger gut kontrollieren. In ihnen sind wieder primär die Regierungen am Werk, ohne dass die Völker bei der Ausgestaltung des Bündnisses mitbestimmen könnten. Zudem kann niemand in einem Bündnis sein, ohne dass auch er Soldaten in den Einsatz irgendwo auf der Welt schicken müsste. 2002 sagte der deutsche Verteididungsminister, als er zum ersten Mal Soldaten für die NATO nach Afghanistan schicken musste: &quot;Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt&quot;. Das ist, meine Damen und Herren, die Sprache, wie sie in Militär-Bündnissen gesprochen wird.
Objektiv sind wir eines der sichersten Länder der Welt. Kaum ein anderes Volk hatte in den letzten Jahrhunderten so wenig Kriegstote zu beklagen wie die Schweiz. Ich bin überzeugt, dass auch unsere Sicherheit eine Frucht der Saatkörner Demokratie und Unabhängigkeit ist.
<br />Liebe Walchwilerinnen und liebe Walchwiler, das waren meine Gedanken zu den Wurzeln der Schweiz, und wieso es diese Wurzeln meiner Meinung nach wert sind, gefeiert zu werden.
Mein Fazit ist wie folgt: Wir leben in einem grossartigen Land. Wir sind im Genuss von Freiheit, Wohlstand und Sicherheit. Dafür dürfen, ja sollten wir dankbar sein. Ganz sicher wird sich die Schweiz auch in Zukunft ändern. Die Veränderungen werden sogar noch schneller vonstatten gehen als bisher. Und Sie alle, als Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, werden dazu immer wieder eine Meinung haben müssen. Sie werden sich immer wieder entscheiden müssen, von welchen Werten Sie sich leiten lassen beim Pflegen des Baumes, der seit 720 Jahren am wachsen ist.
Zum Schluss wünsche ich Ihnen allen eine schönen Fortgang dieser 1. August-Feier und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Abschluss, Abschied, Aubruch!</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/abschluss-abschied-aubruch.html</link>
			<description>(Grusswort an der Maturafeier der Kantonsschule Zug in der Waldmannhalle in Baar)
Liebe...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Maturafeier der Kantonsschule Zug in der Waldmannhalle in Baar)
Liebe Maturandinnen und Maturanden, <br />sehr geehrter Herr Direktor, sehr geehrter Herr Rektor,<br />meine sehr geehrten Damen und Herren
Vorab bedanke ich mich für die Einladung an Ihre Maturafeier und die damit verbundene Gelegenheit, Ihnen allen die besten Grüsse der gesamten Zuger Regierung überbringen zu dürfen. Maturafeiern sind für mich schon von ihrer Übungsanlage her ganz besondere Feiern. Sie sind weit mehr als nur Abschlussfeiern. Es gilt nicht nur Abschluss, sondern zugleich auch Abschied und Aufbruch zu feiern. Abschluss, Abschied, Aufbruch - so könnte man den Begriff Übergang als Prozess darstellen. Aber davon später mehr.
Auslöser der heutigen Feier ist zunächst der <b>Abschluss</b> einer anspruchsvollen Bildungsetappe. Sie, liebe Maturandinnen und Maturanden, haben den Maturitätslehrgang an der Kantonsschule Zug erfolgreich bestanden. Und Sie werden in wenigen Augenblicken Ihre Zeugnisse in Empfang nehmen dürfen. Die Ausbildung hat Ihnen hoffentlich viel abverlangt: unter anderem Fleiss, Geduld, Ausdauer, Neugier, Disziplin und vielleicht auch die Fähigkeit, zwischendurch einen Misserfolg zu verdauen. Zur bestandenen Matura gratuliere ich Ihnen von Herzen. Sie dürfen stolz sein auf das Erreichte. Geniessen Sie den Augenblick, Sie haben es sich verdient!
Dass neben dem Abschluss auch der <b>Abschied</b> ein Thema ist, liegt auf der Hand. Schon in wenigen Monaten werden unsere Maturanden und Maturandinnen in alle Himmelsrichtungen verstreut sein: an unterschiedlichen Universitäten, im Militärdienst oder vielleicht auch in einem Zwischenjahr. Auf jeden Fall gilt es Abschied zu nehmen; Abschied von Klassenkameraden und guten Freundinnen - nicht zuletzt aber auch von Lehrpersonen, genauso wie diese von den Maturandinnen Abschied nehmen müssen. Ich bin mir sicher, dass diese Abschiede in der überwiegenden Mehrzahl wehmütig sein werden, wenn auch niemand wirklich ausschliessen kann, dass im Einzelfall vielleicht ein wenig Erleichterung mitschwingt.
Schliesslich und nicht zuletzt muss heute Abend aber auch noch <b>Aufbruch</b> gefeiert werden. Das Zeugnis, das die Maturanden heute erhalten, verschafft ihnen prüfungsfreien Zugang zu allen Schweizer Universitäten und für alle Studienrichtungen - einmal abgesehen von der Medizin. Diese Zugangsberechtigung ist der ureigene Zweck der Matura. Zwar erfüllt die Schweizer Matura diesen Zweck so gut wie kaum eine andere Matura sonst auf der Welt, aber selbst die beste Matura der Welt ist nicht mehr als eine Zugangsberechtigung. Die Matura ist somit weniger Abschluss als Anfang und Aufbruch! Gerade deshalb rufe ich Ihnen in Erinnerung, dass Sie Ihre Erstausbildung noch nicht abgeschlossen haben. Es ist unvermeidlich, dass Sie die nächste Ausbildungsetappe in Angriff nehmen.
Abschluss, Abschied, Aufbruch - so könnte man einen Übergang prozessartig beschreiben. Das habe ich eingangs gesagt. Wir Menschen haben das Bedürfnis, Übergänge rituell zu feiern. Rituale sind nämlich dann hilfreich, wenn eine Neuerung bevorsteht und man nicht weiss, ob das Neue auch so gut sein wird, wie es das Alte war. Die heutige Maturafeier ist genau so ein Ritual. Nun, niemand kann die Zukunft voraussagen. Man kann nur die Vergangenheit beurteilen. Ich kann Ihnen deshalb nicht sagen, ob das Neue für Sie ebenso gut sein wird, wie es das Alte war. Aber ich bin mir sicher, dass Sie mit Ihren Maturazeugnissen für die Zukunft gut gerüstet sind! Und für diese Zukunft wünsche ich Ihnen drei Sachen:
Zum 1. Stichwort Abschluss: Ich sagte Ihnen, Sie sollen den Augenblick geniessen. Und ich betone: Augenblick. Schon bald werden Sie sich in neue Herausforderungen stürzen und sich überhaupt nicht mehr als Maturand oder Maturandin fühlen. Die Matura ist ein ganz flüchtiger Übergang und nur einen ganz kurzen Moment wirklich zu spüren.
Zum 2. Stichwort Abschied: Tragen Sie Sorge zu Ihren Freunden und Freundinnen aus der Kanti, und bleiben Sie auch der Schule verbunden, beispielsweise im Ehemaligenverein. Die Erinnerung an die zusammen verbrachte Zeit wird immer schöner werden, weil - wie überall im Leben - das Gute in Erinnerung bleibt und das Schlechte - soweit es das überhaupt gegeben hat! - vergessen geht. Diese Erinnerungen werden Sie nicht alleine pflegen wollen.
Zum 3. Stichwort Aufbruch: Der spanische Eroberer Hernando Cortes liess die eigenen Schiffe verbrennen, nachdem er in Mittelamerika an Land gegangen war. So nahm er sich selber die Möglichkeit zur Umkehr. Um ein Studium erfolgreich zu bestehen, müssen Sie kein Cortes sein. Aber jedes Studium wird Härten und Schwierigkeiten mit sich bringen. Wenn Sie sich einmal für ein Studium entschieden haben, sollten Sie alles daran setzen, es auch durchzuziehen. Dafür wünsche ich Ihnen den nötigen Biss.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 16:46:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Easy? Easy!</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/easy-easy.html</link>
			<description>(Grusswort an der Ausstellungs-Vernissage in der Aula der PHZ Zug)
Sehr geehrter Herr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Ausstellungs-Vernissage in der Aula der PHZ Zug)
Sehr geehrter Herr Eichenberger, sehr geehrter Herr Muchenberger,<br />Sehr geehrte Frau Dr. Ball, sehr geehrte Damen und Herren vom Museums-Team und weitere Projektinvolvierte,<br />sehr geehrte Herren Kantonsräte Eichenberger und Wyss,<br />meine sehr verehrten Damen und Herren
&quot;Design your life!&quot; - dieser Slogan ist heute weit verbreitet und in etwa ebenso bekannt wie &quot;Wohnst du noch, oder lebst du schon?&quot; Er wird mit zwei Bedeutungen verwendet. Er gilt einerseits als Leitmotiv für eine aktive Lebensgestaltung. Andererseits - und das interessiert uns heute - steht er für die durchdachte Gestaltung von Gegenständen, die uns im Alltag begleiten.
Vor 20 Jahren noch hätte niemand gedacht, welche Rolle Design heute in unserer Gesellschaft spielt. Bis in die Achtzigerjahre war Design eine Randdisziplin, die irgendwo zwischen Kunst, Architektur und Kunsthandwerk angesiedelt wurde. Heute hat Design all unsere Lebensbereiche erobert und Design dient vor allem im Marketing als unschlagbares Verkaufsargument.
Der Begriff Design geht auf das lateinische &quot;designare&quot; zurück, was soviel wie &quot;bezeichnen&quot; bedeutet. Unser heutiges Wortverständnis geht aber eher auf die Entwicklung des Begriffs im englischen Sprachraum zurück. &quot;Design&quot; wurde dort im 19. Jahrhundert für eine Tätigkeit verwendet, die es zuvor nicht gegeben hatte. Man begann nämlich mit den Mitteln der industriellen Produktion einfache, schöne und praktische Dinge zu gestalten.
Die heute umfassende Präsenz von Design ist deshalb bemerkenswert, weil Design ursprünglich als eine latent politische Idee gestartet hatte. Damals, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde mit Design die idealistische Vorstellung verbunden, &quot;gut&quot; gestaltete Dinge zu einem erschwinglichen Preis unter die Menschen zu bringen. Zudem wollte man eine Formensprache für die noch in der Zukunft liegende Moderne entwickeln. Eine Formensprache, die zeitlos und funktional sein sollte, und die dem damals allgemeinen Geschmack entgegenläufig war.
Heute gehört Design ganz selbstverständlich zum Alltag dazu: jeder Gegenstand, den wir zur Hand nehmen, jedes Gerät, das wir benutzen, erfüllt oder verpasst (je nachdem) unseren selbstverständlichen Anspruch an so genannt &quot;gutes Design&quot;.
In der heute eröffneten Ausstellung wird aufgezeigt, welche Prozesse und Arbeitsschritte, welche Überlegungen hinter der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen stecken. Das Chamer Büro M&amp;E von Ernest Muchenberger und Walter Eichenberger war zwischen 1967 und 2002 eines der gefragtesten Ateliers für Industriedesign. Die zwei Abgänger der Ulmer Hochschule verstanden sich in erster Linie als Dienstleister für die Industrie, welche den Markt mit handlichen Alltagsgegenständen belieferte. Diese Alltagsgegenstände sollten dem Kunden funktional dienlich sein. &quot;M&amp;E Design AG&quot; arbeitete konsequent mit diesem Entwurfsverständnis. Ernest Muchenberger und Walter Eichenberger sind daher keine Autorendesigner und schon gar keine Stardesigner. Sie sind als Entwerfer für die Industrie Urheber von Produkten, die der schweizerischen Bevölkerung als Küchenhilfen, als Apparate und Geräte im Badezimmer wie auch im Wohnbereich, selbst im Keller und Heizungsraum oder auch im Büro wohlbekannt sind. So wird ganz sicher jedem von uns das eine oder andere Exponat der Ausstellung sehr vertraut vorkommen.
Den gesamten Zuger Regierungsrat freut es sehr, dass diese Ausstellung unter der Leitung von Frau Dr. Daniela Ball realisiert werden konnte. <br />Zug war einst ein stark industrialisierter Kanton mit international führenden Unternehmen. Es besteht deshalb ein grosses Bedürfnis und eine klare Notwendigkeit zur Dokumentation und zur Vermittlung von Industriegeschichte. Bis anhin sind alle diesbezüglichen Initiativen von privater Seite her erfolgt. Das Engagement des Vereins &quot;Industriepfad Lorze&quot; ist durch den Industrie-Lehrpfad weitum bekannt. Das verdienstvolle private Engagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass heute ernsthaft, umfassend und professionell Zuger Industriegeschichte und Industriekultur vermittelt werden kann.
Auf nationaler Ebene treibt die Schweizerische Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur SGTI seit vielen Jahren das Projekt ISIS voran. ISIS heisst &quot;Informationsplattform für schützenswerte Industriekulturgüter der Schweiz&quot;. Mit ISIS will man erreichen, dass industriegeschichtliche Güter wie Hochbauten, Objekte, Maschinen, Archivalien und Sammlungen schweizweit erschlossen werden können. Der Kanton Zug finanziert seit 2010 die Erforschung der Zuger Industriegeschichte im Rahmen von ISIS und in Zusammenarbeit mit der Burg Zug und dem Verein Industriepfad Lorze.
Vor nicht allzu langer Zeit hat der Zuger Regierungsrat auch mit der Unterschutzstellung des Theilerhauses sein grosses Interesse gezeigt an der Erhaltung und an der Implementierung der Zuger Industriegeschichte im Hier und Jetzt. Das Theilerhaus ist eines der ersten industriellen Gebäude im Kanton Zug, und dort soll künftig auch die industriegeschichtliche Vergangenheit der Öffentlichkeit ansprechend vermittelt werden.
Es bleibt mir zum Schluss der Dank: Besonders danke ich im Namen des Zuger Regierungsrats der Direktorin des Museums Burg Zug, Frau Dr. Daniela Ball. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die Burg Zug mit dieser Ausstellung einen grossen Schritt in die Zuger Geschichte des 20. Jahrhunderts wagt. Ihr sowie ihrem Museums-Team und allen weiteren Projektbeteiligten gebührt der Dank.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 16 Apr 2011 17:05:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Menschen - Abläufe - Geschäfte</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/menschen-ablaeufe-geschaefte.html</link>
			<description>(Editorial Schulinfo 2010-11/3)
Per 1. Januar dieses Jahres habe ich mein Amt als Bildungsdirektor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Editorial Schulinfo 2010-11/3)
Per 1. Januar dieses Jahres habe ich mein Amt als Bildungsdirektor des Kantons Zug angetreten. Bald werden die berühmt-berüchtigten ersten hundert Tage vorbei sein und damit - zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung - auch meine Einarbeitungszeit.
Meine Absicht war es, die Bildungsdirektion entlang den Prioritäten Menschen - Abläufe - Geschäfte kennen zu lernen. Ich habe in den vergangenen drei Monaten viele Fragen gestellt und Gespräche geführt. Ich habe in die Bildungsdirektion und in die verschiedenen pädagogischen Institutionen unseres Kantons hineingehorcht. Ich wollte die verantwortlichen Personen und die Abläufe, die verschiedenen Aufträge und Aufgaben kennen lernen. Ich wollte auch die Anliegen und offenen Fragen kennen lernen. Innerhalb der Direktion konnte ich meine Tour d'horizon bis auf den Schulpsychologischen Dienst abschliessen. (Letzteren werde ich erst in den neuen Büros auf dem Areal des alten Kantonsspitals besuchen. Deren Bezug steht kurz bevor.)
Es galt auch ausserhalb der Direktion Kontakte herzustellen und zu pflegen: Lehrerverband, Elternorganisationen, Gewerbe, Rektoren, Schulbehörden, Kulturinstitutionen, Sportverbände und andere mehr. Die Vernetzung mit den einzelnen Anspruchsgruppen ist wichtig. Sie sind nämlich sehr effiziente Kommunikationskanäle - in beide Richtungen!
Inzwischen ist das Kennenlernen von Menschen und Abläufen in meinem Arbeitsalltag etwas in den Hintergrund getreten, die Auseinandersetzung mit den Direktionsgeschäften hat an Gewicht gewonnen. Mehr als in den vergangenen drei Monaten werde ich mich künftig zusammen mit meinen Fachleuten aus den Ämtern mit dem Gestalten von politischen Lösungen befassen. Dabei werde ich mich aber auch immer wieder in neue Aspekte des Zugerischen Bildungswesens einzuarbeiten haben. Aufgrund der positiven Erfahrungen werde ich mich dann wieder für die Reihenfolge Menschen - Abläufe - Geschäfte entscheiden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In der Berufsbildung gibt es keine Einbahnstrassen und auch keine Sackgassen mehr</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/in-der-berufsbildung-gibt-es-keine-einbahnstrassen-und-auch-keine-sackgassen-mehr.html</link>
			<description>(Grusswort an der Berufswahlveranstaltung im Zentrum Linde in Neuheim)
Liebe Schülerinnen und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort an der Berufswahlveranstaltung im Zentrum Linde in Neuheim)
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,<br />sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer, sehr geehrte Gewerblerinnen und Gewerbler<br />meine sehr verehrten Damen und Herren
Ich freue mich, als Bildungsdirektor die heutige Informationsveranstaltung eröffnen zu dürfen. Ich darf Ihnen vorab die besten Grüsse des gesamten Regierungsrates ausrichten und Ihnen mitteilen, dass das Thema Berufswahl für die Zuger Regierung einen hohen Stellenwert hat - das kommt auch darin zum Ausdruck, dass wir uns dieser Thematik direktionsübergreifend annehmen. Vokswirtschaftsdirektion und Bildungsdirektion arbeiten eng und gut zusammen - heute Abend wird zuerst Herr Schuler aus der Volkswirtschaftsdirektion ein Referat halten, unmittelbar danach Herr Schmid aus dem Berufsinformationszentrum, welches der Bildungsdirektion angehört.
Um was geht es? Der Übertritt von der Schule in die Berufswelt ist für Jugendliche in erster Linie mit einem gewichtigen Entscheid verbunden. Wer die Tragweite dieses Entscheides erkannt hat und sich richtig entscheiden möchte, der beschafft sich als erstes Informationen. Die heutige Veranstaltung bietet eine willkommene Ergänzung zu den vielen Informationen, die heute in der Begleitung des Berufswahlprozesses in der Schule geboten werden. Das dies nachgefragt und geschätzt wird, beweist Ihre Anwesenheit heute Abend!
Ich habe darauf hingewiesen, dass für unsere jugendlichen Schulabgängerinnen und Schulabgänger ein wichtiger Entscheid ansteht. Aber es ist keiner mehr für's Leben - so wie es noch vor 25 Jahren gewesen ist, als ich 15 Jahre alt war. Damals hörte man die Parole &quot;Lebenslanges Lernen&quot; erst ganz schwach - und mehr als eine Parole, ein Wunschdenken, war es auch noch nicht. Heute ist das anders. Das lebenslange Lernen ist eine Realität. Die Wirtschaft fordert das von ihren Mitarbeitern, und auch das Bildungssystem hat sich darauf eingestellt. Die Durchlässigkeit der Ausbildungsgänge ist ein wichtiges Kriterium. Das bedeutet, dass Sie, liebe Schülerinnen und Schüler, in Ihrem Leben auch nach diesem ersten wichtigen Entscheid, der Ihnen nun unmittelbar bevorsteht, immer wieder Entscheide zu Beruf und Karriere fällen können und auch müssen. Bleiben Sie also immer mutig und forsch in Bewegung, es gibt in der Berufsbildung so gut wie keine Einbahnstrassen und auch keine Sackgassen mehr.
Mutig darf Sie übrigens auch unser duales Berufsbildungssystem machen. Das möchte ich betont haben. In der Berufsausbildung ergänzen sich bei uns Praxis und Schule. In keinem anderen Land auf der Welt hat die Berufslehre einen so hohen Stellenwert wie in der Schweiz. Und das duale System ist ein Erfolgsmodell: Die Jugendarbeitslosigkeit in der Schweiz ist tiefer als in vergleichbaren Ländern. Ich möchte deshalb dem Gewerbeverein Neuheim, dem kantonalen Gewerbeverband und der Zuger Wirtschaftskammer danken, die den heutigen Abend zusammen mit den kantonalen Ämtern für Berufsbildung und für Berufsberatung organisiert haben.
Ich wünsche nun uns allen einen informativen Abend und vor allem Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler, eine glückliche Hand bei der Berufswahl.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 16:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von der Verantwortung für die gemeindlichen Schulen</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/von-der-verantwortung-fuer-die-gemeindlichen-schulen.html</link>
			<description>(Grusswort am Forum &quot;Gute Schulen&quot; in der Aula der Kantonsschule Zug)
Meine sehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort am Forum &quot;Gute Schulen&quot; in der Aula der Kantonsschule Zug)
Meine sehr geehrten Damen und Herren
Ich heisse Sie willkommen an dieser 3. Tagung des Forums Gute Schulen. Sie sind alle Mitglieder von Milizbehörden und opfern einen halben Tag ihrer Freizeit für die öffentliche Sache - dafür danke ich Ihnen von Herzen.
Das Thema der heutigen Tagung ist die Schulkommission und ihre Rolle bei Führung der gemeindlichen Schulen. Wer führen will, der muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Diese Bereitschaft haben Sie bekundet. Sie sind in den nächsten vier Jahren für den Erfolg und für die Qualität der Schulen in Ihren Gemeinden verantwortlich.
Von dieser Verantwortung entbindet Sie auch der Umstand nicht, dass Sie nebenberuflich in einer Milizbehörde tätig sind. Sie sind voll verantwortlich. Allerdings sind Sie nicht für alles verantwortlich. Sie haben in einem ausgeklügelten System von strategischen und operativen Führungsaufgaben ihre ganz klar zugewiesenen Bereiche. Der Paragraf 61 des Schulgesetzes listet ihre Zuständigkeiten und ihre Verantwortlichkeiten auf. Wenn Sie Ihre Verantwortung richtig wahrnehmen wollen, dann müssen Sie ganz genau wissen, für was Sie verantwortlich sind - und für was eben nicht. Es ist deshalb wichtig, dass die Zuständigkeiten und die Rollen der verschiedenen Partner geklärt sind. Bezogen auf die Zusammenarbeit der Schulkommission mit der Schulleitung ist die Abgrenzung von operativen und strategischen Aufgaben entscheidend. Dieser Frage ist an der heutigen Tagung ein eigener Workshop gewidmet.
Sie kennen sicher das geflügelte Wort, dass der Erfolg viele Väter hat und der Misserfolg ein Waisenkind ist. Die unterschiedlichen Gremien - sprich: Gemeinderat, Schulkommission und Schulleitung - müssen darum die einmal vereinbarten und geklärten Zuständigkeiten gegenseitig respektieren und auch einfordern. Der wichtigste Aufgabenbereich der Schulkommissionen ist die strategisch-politische Führung der gemeindlichen Schule. Dazu braucht es einerseits den Willen langfristige Ziele ins Auge zu fassen. Andererseits müssen Sie den Mut haben, die Aufträge an die operative Ebene klar zu formulieren - auch und gerade weil der Zeithorizont mehrjährig ist. Eine wichtige Einschränkung aus kantonaler Sicht muss ich da aber auch noch machen: Den grossen strategischen Rahmen steckt gemäss Schulgesetz der Bildungsrat ab. Der ist selbstverständlich für Sie bindend.
Das Ziel der heutigen Tagung kann ich also wie folgt zusammenfassen: Jeder kennt seine Aufgaben, damit er seiner Verantwortung gerecht werden kann. Ich wünsche uns allen eine erfolgreiche Tagung.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Sat, 12 Mar 2011 07:28:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vereinswesen, Gesundheit und Lebensschule</title>
			<link>http://www.stephan-schleiss.ch/aktuell/detailansicht/artikel/vereinswesen-gesundheit-und-lebensschule.html</link>
			<description>(Grusswort am Sportforum in der Aula der Kantonsschule in Zug) 
Liebe Sportlerinnen und Sportler,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[(Grusswort am Sportforum in der Aula der Kantonsschule in Zug) 
Liebe Sportlerinnen und Sportler, meine sehr geehrten Damen und Herren
Am heutigen Sportforum stehe ich zum ersten Mal an einer Veranstaltung des Amts für Sport im Einsatz. Das Sportforum hat sich als grosse Versammlung der Sportbegeisterten im Kanton Zug etabliert. Die Gelegenheit scheint mir deshalb günstig, Ihnen darzulegen, wie ich zum Sport allgemein und zur Sportförderung im Speziellen stehe.
Meine Einstellung zum Sport leitet sich vor allem aus meiner eigenen sportlichen Tätigkeit ab. Und mein sportlicher Lebenslauf sieht wie folgt aus:
1. Fussball: In der Primarschule bin ich als E-Junior im SC Steinhausen aktiv geworden. Dem Verein habe ich über die gesamten Achtziger Jahre hindurch bis zum bevorstehenden Wechsel zu den A-Junioren die Treue gehalten. Besondere Höhepunkte waren für mich jeweils die Trainingslager in den Sommerferien. Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe, ist das zum Sport gehörende Vereinserlebnis.<br />2. Velo fahren: Als ich an die Kantonsschule kam, hat das für mich auch einen längeren Schulweg zur Folge. Diesen Schulweg habe ich konsequent mit dem Velo zurückgelegt, jeden Tag vier Mal fünf Kilometer. Wir sind immer in der Gruppe gefahren, Treffpunkt war das &quot;Pumphüsli&quot; ausgangs Steinhausen. Über den Mittag in der Mensa zu essen wurde als Schwäche ausgelegt, ebenso im Winter den Bus zu nehmen. Aus dieser Zeit habe ich mitgenommen, dass regelmässige Bewegung gut tut, und aber auch dass man für gesunde Bewegung keine Trainerhosen anziehen muss. Meine Begeisterung für das Velo fahren ist übrigens geblieben und ich freue mich, dass ich seit Anfang Jahr wieder in Velodistanz arbeiten kann, nachdem ich die letzten zehn Jahre nach Zürich pendelte.<br />3. Fechten: An der Uni habe ich mehrere Semester im Fechtclub der Zürcher Singstudenten gefechtet. Wir haben jeden Tag auf dem Fechtboden im Uni-Turm, dort wo sich heute wegen der wunderbaren Aussicht das Dozenten-Kaffee eingenistet hat, über Mittag eine gute Stunde trainiert. Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe ist, dass Leistung auf Anhieb sehr wichtig ist. Das Training muss präzis auf den Wettkampf ausgerichtet sein, und wer dann am Tag X nicht parat ist, der muss dafür bluten.
Für mich stehen somit aus eigener Erfahrung beim Sport drei Aspekte im Vordergrund: Vereinswesen, Gesundheit und Lebensschule. Diese Prägung spiegelt sich auch in meiner Haltung zur Sportförderung.
Ich finde es richtig, dass der Kanton mit seinen Mitteln aus dem Lotteriefonds sowohl den Breitensport als auch den Spitzensport unterstützt. Die kantonale Sportförderung soll aber subsidiär wirken. Im Mittelpunkt muss darum das private Engagement und die Freiwilligenarbeit stehen. Beides spielt sich vor allem in den Vereinen ab. Im Vorwort der Sport News habe ich in diesem Zusammenhang von der &quot;Spitze des Eisberges&quot; geschrieben. Wenn der sichtbare Teil des Eisberges die vom Kanton durch das Sportamt unterstützten Aktivitäten ist, dann steht der zehn Mal grössere Teil des Eisberges, der sich unterhalb der Wasserlinie befindet, für die von den Vereinen viervielfachten Impulse. Oder mit anderen Worten: Hätten wir vom Kanton nicht die Vereine, die wir unterstützen können, und müssten stattdessen die Aktivitäten selber durchführen, wir könnten mit den gleichen Mitteln viel weniger Wirkung erzielen.
Sie sehen: Das Sportforum hat die Freiwilligenarbeit dieses Jahr mit guten Gründen zum Motto erhoben. Und zu diesem Sportforum heisse ich Sie auch von meiner Seite her herzlich willkommen. Ich darf Ihnen die Grüsse des gesamten Regierungsrates überbringen und Ihnen für Ihr Engagement zugunsten des Sportes recht herzlich danken.
<br />Ich wünsche uns allen eine interessante Veranstaltung mit vielen freundschaftlichen Begegnungen!]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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